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200mal Nonsense
Ein kleines Jubiläum darf ich heute auch feiern:
Dieser Blogeintrag ist der 200. Ist doch gar nicht so schlecht für ein bisschen mehr als ein Jahr oder?
Den 100. hatte ich irgendwie verpennt, dafür bin ich umso stolzer, dass ichs bis zum 200. geschafft hab - auf dass weitere 200 (und mehr) folgen ….
Weblastig
Nicht ganz ohne Stolz darf ich berichten, dass der letzte Januar mit Abstand der beste Monat der noch kurzen Lebensdauer dieser Seite war. Mehr als 1000 unterschiedliche Nutzer haben laut Statistik den weg auf meine bescheidenen Seite im Januar gefunden - um genau zu sein 1008. Da bedankt man sich auch gerne für das rege Interesse!
Ausserdem hab ich jetzt nach ausreichend langer Erprobungsphase schlussendlich doch den Sprung von Firefox nach Chrome gewagt. Zwar muss ich im Moment noch auf Addons verzichten und natürlich wird der Firefox auch weiterhin auf meiner Platte verweilen, aber Chrome ist für den täglichen Surfbedarf einfach besser. So ein Browserwechsel ist ja immer ne grosse Sache, denn einmal warm geworden bleibt man ihm doch recht lange treu (siehe Nutzung IE), aber der Chrome hat mich wirklich überzeugt. Während Firefox gefühlt ewig zum Starten braucht und dabei aus den Startlöchern heraus direkt 75MB Ram beansprucht verbraucht Chrome auch nach längerer Nutzung noch keine 60MB.
Desweiteren hab ich beschlossen, dass das Jahr 2010 im Bobschen Haushalt das Jahr der Automation wird. Jetzt nicht im Sinne, dass ich meine Ayi (Putzfrau) fernsteuern will, sondern dass viele lästige Dinge am Rechner, wie beispielsweise das Sichern der aktuellen Depotdaten, automatisiert werden soll. Sei es halbautomatisch oder vollautomatisch - das sehen wir dann mal. Über Erfolge werde ich natürlich berichten, Misserfolge verschweigen ;o). Im Prinzip versuch ich mehr Zeit vor dem Rechner zu verbringen, um weniger Zeit vor dem Rechner verbringen zu müssen … leuchtet ein, oder?
Letzter Punkt: Auch in 2010 seh ich immer noch keine produktive Nutzung meines Dauersorgenkinds BooKeeper. Irgendwie kommt das nicht ins Rollen - aber noch geb ichs nicht ganz auf. Es kann sowas etwas wie eine Lebensaufgabe werden (seis drum in der Zwischenzeit missbrauch ich Excel)
Jahresrückblick
Weihnachten rückt immer näher, all überall sieht man geschmückte Konsumtempel und das Jahr neigt sich seinem Ende entgegen. Da möchte auch ich mich in die lange Reihe der Zurückblickenden einreihen und auf ein langes und spannendes Jahr zurückschauen:
Der Jahresanfang war natürlich davon geprägt mich hier erst einmal zu orientieren. Manchmal gar nicht so einfach in einer so grossen Stadt mit so einer fremden Kultur und Sprache. Da wurden selbst Banalitäten wie z.B. der Friseur eine Herausforderung (und ist es selbst heute noch). Kaum hatte man sich so ein klein wenig eingelebt gabs auch schon das erste grosse Fest zu feiern: Chinese New Year. Zurückblickend hab ichs nicht gefeiert wie man hätte können, aber war ja auch kein Wunder - ich war ja noch ziemlich grün hinter den Ohren.
Kurze Zeit drauf gabs ein 2. grosses Fest zu feiern - das Eintreffen meines Containers … endlich fühlte ich mich wieder zu Haus. Die nächsten Monate gingen so rum und ich lernte so einiges zu ohne dass jetzt wirklich ein Highlight erwähnenswert wäre.
Im Mai (? glaub ich zmindest) gings dann das erste Mal “allein” vor die Tore Shanghais - nach Hangzhou. Ein recht netter Trip, aber auch etwas enttäuschend, weil man sich doch mehr vorgestellt hatte.
Und mit diesem Trip startete dann eine lange lange Trip-Reihe - von sehr westlichen Trips (HongKong & Taipei) bis hin zu Trips in die chinesische Provinz (Tongli war einer der schönsten Trips des Jahres). Eine kleine Karte meiner Ziele:
Darunter waren besonders erwähnenswerte Ziele wie Guilin mit einer herrlichen Landschaft. Xitang mit seinen malerischen Kanälen und natürlich Boracay mit seinen unglaublichen Stränden. Enttäuschendes gabs natürlich auch, wie z.B. Suzhou das angebliche Venedig Asiens .. pfffhhh. Oder etwa der Sandstrand von Taipei (boah war das kalt). Oder etwa Macao - was für eine hässliche Stadt.
Aber wenn man nie da war kann man auch nicht mitreden und irgendwie hat alles auf seine Weise Spass gemacht - weil man Neues gesehen hat, neue Menschen kennengelernt, neue Speisen probiert oder vor spannende Herausforderungen gestellt wurde.
Auf dass es im nächsten Jahr genauso weitergeht wie dieses Jahr geendet hat .. mit vielen faszinierenden Zielen und vor allem eines … kalt (es ist ja soooo herlich mal nicht zu schwitzen)
Massage-Island
Sitze gerade gemütlich in einer der zahlreichen Strandbars und warte auf meine Abendbegleitung (nicht das was ihr denkt, sondern 2 Engländerinnen, die ich auf dem Flug kennengelernt hab).
Die Insel Boracay ist wirklich wunderschön, naja zugegebenermassen hab ich ausser von dem ewig langen Strand noch nicht viel gesehen. An ihm reihen sich die Hotels, Bars und Resorts wie an einer Perlenkette auf. Dabei hab ich grosses Glück gehabt mit meinem Hotel, denn es liegt sehr zentral und doch so, dass man das Gebumber der Clubs links und rechts nicht hört. Mein Zimmer ist sehr schlicht, aber gemütlich - genau so wie man es sich vorstellt. In einem 5 Star SchnippSchnapp Hotel würde man sich hier glaub eh komisch vorkommen. Insgesamt herrscht eine mehr als relaxte Stimmung, alles läuft easy, Uhren gibts sowieso in dem Sinne nicht. Die Einzigen, die diese Stimmung zerstören ist eine Gruppe Europäerinnen, die meinen sie müssten hier gerade hochhackig über den Strand wackeln. Naja manche kriegens eben nicht so ganz mit.
Space Invaders are here!
Ho! Wie ist das geil, ho wie ist das geil!!!
Eigentlich wollte ich Joachim Garraud - einen der besten DJs überhaupt - in Singapur sehen. Das hatte leider aus diversen Gründen nicht geklappt.
Jetzt habe ich gerade gelesen, dass er am 23. Oktober in der Bar Rouge in Shanghai ist!!! Ist zwar mit Abstand der teuerste Club der Stadt, aber wen kümmerts!
Now we know the truth! Space Invaders are in town!
PS Am 27.11 ist er auch in Frankfurt
Home sweet home
Bin wieder zu Hause. HongKong war natürlich genial, aber jetzt muss ich erstmal die 50 T-Shirts waschen die ich vollgeschwitzt hab. Mehr zu berichten, alle Bilder und ab jetzt auch Videos gibts nach der nächsten Maus in Kürze. Bis dahin bitte ich um einen Hauch Geduld.
Project Oldtimer in der Krise?
Wie ich ja jedem ders wissen will - oder auch nicht - bin ich ja momentan fleissig am sparen für nen kleinen Oldtimer. Das “Projekt” war ja schon beschlossene Sache, bevor klar war ob ich nach China gehe oder nicht und ich wollte es hier auf jeden Fall weiterführen, solange es finanziell neben den Reisen geht. Dementsprechend findet ja der geneigte Leser unter der Kategorie “Über” auch immer den aktuellen Status.
In der ersten Zeit war ich mir gar nicht mal so sicher, ob ich es mir leisten kann. Schliesslich möchte man ja die Gelegenheit hier zu sein auch nicht verstreichen lassen und muss alles auskosten. Aber nach einem halben Jahr hab ich jetzt schon intern 2mal das Budget angehoben und steh immer noch recht gut dar. Vom ursprünglichen Betrag bin ich mittlerweile schon über der Halbzeit und genau da liegt der Hund begraben.
Vor einigen Tagen hatte ich mit einem guten Freund einen Chat bezüglich Eigentumswohnungen und muss gestehen, dass er absolut recht hat mit der Aussage “Je früher desto besser”. Wenn es weiter so gut läuft und ich ggf. sogar noch ein bisschen länger hierbleiben darf hätte ich einen respektablen Grundstock angespart und es wäre verwerflich den in ein Auto zu stecken. Nein verwerflich ist es nie Geld in Autos zu stecken, aber … suboptimal.
Und so sitz ich hier in meinem Zwiespalt was ich machen soll =o/. So eine ETW ist ja schon was schönes, aber kann sie mich rumfahren an einem Sonntagvormittag? Knn ich damit den Wind in meinen Haaren spüren? Kann ich sie polieren? Ja gut polieren könnt ich se schon - des macht aber lang nicht soviel Spass. Hmpf Gottseidank muss das nicht heute abend und nicht morgen abend entschieden werden. Aber blöd isses schon und all die Probleme könnten so schnell gelöst sein, wenn man nur ein oder zwei Nullen ans Ende packen könnte … diese dämlichen Nullen!
Neuwagen
Endlich endlich endlich hab ich heute erfahren, dass ich am Mittwoch endlich mein neues Auto bekomme. Zwar auch nur ein VW Santana - wie jetzt auch schon - aber nicht der Santana 3000 sondern der Santana Vista! Luxury Edition (was immer das heissen mag - die Standardversion eben).
Trotzdem freu ich mich, dass die alte Schrottkiste langsam ausgedient hat =o) Bin ja nur mal gespannt obs wirklich bei Mittwoch bleibt oder ob sich da wieder was ändert. Wundern würds mich nicht….
Der Trip nach Sanya
So heute gibts nochn Kurzabriss zum Trip nach Sanya:
Nachdem es in HongKong nicht ganz so rund lief, wie ich mir das erhofft hatte, hatte ich beschlossen allein nach Sanya weiterzufliegen. Das hiess also erstmal wieder zurück nach Shenzhen. Am letzten Tag hat uns leider der Taifun (der auch in der Tagesschau Erwähnung fand) noch kurz in HK erwischt, so dass es in Strömen goss. Das Flugzeug hob Gottseidank pünktlich ab.
In Sanya musste ich feststellen, wenn ein Hotel nach einer genauen Ankunftszeit, respektive einer Flugnummer fragt heisst das noch lange nicht, dass man abeholt wird =o/. Also en Taxi geschnappt und ohne Adresse versucht das Ziel zu erklären. Hat auch erstaunlich gut geklappt - ich war begeistert.
Auf dem Weg zum Resort ist man durch eine typisch chinesische Stadt - Sanya - gefahren. alles andere als angenehm. Als der Fahrer dann auch noch in eine zwilichtige Gasse abgebogen ist hab ich schon gedacht, dass wir total falsch sind. Aber nach weiteren 500m sind wir dann doch ins Resort eingefahren. Das Resort selbst zu beschreiben ist schwer - die Bilder vermitteln nur einen winzigen Eindruck. Wenn man ankommt ist man wirklich von der Schönheit da geplättet. Herrlich! Super nettes Personal, alles ist vorbereitet, man wird zum Bungalow gefahren, das Zimmer ist für die Ankunft vorbereitet, es läuft beruhigende Musik, das Lichtambiente tut sein übriges. Fantastisch. Leider war ich am ersten Abend relativ fertig, so dass ich noch was aufs Zimmer hab kommen lassen und dann in mein 2*2m Bett gefallen bin (und da am liebsten auch gar nich mehr rausgekommen wär). Entsprechend spät bin ich am nächsten Morgen ans Buffet gekommen und sowas hab ich noch NIE gesehen. Echt toll! Wer schonmal in Gut Höhne war - ein Dreck dagegen. Echt wahnsinn.
Nach dem Buffet gings dann erstmal raus. Ich dachte mir “Hm noja macste am ersten Tag ma einen auf ruhig und flackst Dich nicht direkt in die pralle Sonne sondern innen Schatten - dann brauchste auch keine Sonnencreme”. Gesagt getan, kein Problem. Das tauchte erst auf als ich wieder aufwachte - denn ich war tief und fest weggeratzt. Dummerweise ist selbst in Südchina die Sonne nicht fest ans Firmament gedengelt, sondern bewegt sich - und das nicht zu knapp. Ich wachte also von angenehmen brutzelndem Speckgeruch auf, der leider von meinen eigenen Hüften ausging. Entsprechend sah und sehe ich immer noch aus - krebsrot (was auch wieder lecker ist). Das ganze wurde jetzt nur noch durch die Tatsache gekrönt, dass ich Kopfhörer trug und die Kabel eine perfekt weisse Linie auf meinem ansonsten signalroten Pansen hinterlassen haben. Also lief ich den Rest des Urlaubs wie ein typischer, bekloppter Touri rum. Entsprechend erübrigte sich auch das Spa (hat schonma wer ne Massage auf nem Sonnenbrand bekommen?) und die restlichen Tage hab ich auch die Sonne grösstenteils vermieden.
Ansonsten war das Resort grossartig, tolles Ambiente, kaum Gäste und sehr nettes Personal. Einzig der Strand war etwas enttäuschend, da nicht wirklich weisser Sandstrand und zudem auch noch gesperrt wegen rauher See. Ein Hanseate hätte die See wahrscheinlich als spiegelglatt bezeichnet, während Chinesen dann schon nen Anfall kriegen. Naja Swimming Pools gabs ja reichlich und die Badewanne des Zimmers zeigte auch Richtung Meer, so dass man es sich schon ganz nett machen konnte.
Als es dann nach 3 Nächten wieder nach Hause ging hatte auch der Taifun aus HK mich wieder eingeholt - oder zumindest ein Ausläufer von ihm, so dass ich 3 geschlagene Stunden auf meinen Flug warten musste und erst gegen 23:30 wieder zu Hause aufschlug.
Insgesamt ein toller Ausflug, bis auf einige Kleinigkeiten, aber au jeden Fall empfehlenswert! Und am meisten freu ich mich schon auf den nächsten Trip mit Christopher und Tanja zurück nach HK =o)
Hong Kong die Erste
Das erste Ziel war HongKong. Um Geld zu sparen kann man anstatt direkt HongKong anzufliegen auch Shenzhen anfliegen und fährt dann mit dem Bus ne gute Stunde nach HongKong rein - das kostet ungefähr 9Euro mehr für den Bus, aber 1/3 der Flugkosten. Soweit die Theorie. In der Praxis muss man sich durch das ganze Zoll- und Sicherheitsgedöns am Flughafen schlagen. Nachdem man das geschafft hat, nimmt man einen 15Minuten-Bus zur Grenzstelle zwischen Hongkong und Mainland China. Mit Geldwechseln haben wir dort gute 1,5 Stunden gebraucht, weil man erstmal komplett aus China raus muss, nur um dann 2m weiter wieder komplett nach HongKong reinzukommen … mit jeder Menge Formulare, Grind und Gedöns.
Das kann einem schon den allerletzten Nerv rauben, von Zeit ganz zu schweigen und so haben wir dann auch einen Bus nach HK Downtown verpasst. Glücklicherweise kam der nächste recht flott.
Am ersten Abend haben wir nur mal grob die nähere Umgebung zum Hotel ausgespäht und den berühmten Tempelmarket (= hongkongnesisch für Fake Market) und die Touristen-Fressgassen abgeklappert. Da hab ich dann auch meine erste Chili-Crab Krabbe gegessen. Viel zu viel Arbeit, aber ne Riesensauerei - also genau das richtige für mich. Der erste Eindruck von der Stadt ist, dass man sehr deutlich den britischen Einfluss spürt - was ich als sehr positiv empfunden hab, vor allem was die englische Sprache angeht.
Am 2. Tag haben wir übergesetzt zur HongKong Island. Nach anfänglichem Hin und Her haben wir uns entschlossen getrennte Wege zu gehen und ich hab mich darauf konzentriert die Shopping Malls nach dem neuen iPhone abzuklappern. Leider gibt es das aber nur mit Vertrag oder online - oder man findet einen der wenigen Läden, die sozusagen den Vertrag auf ihre Kappe nehmen - dann legt man aber nochmal gut 150Euro obenauf …. für ein Telefon? Ne das lohnt nicht. Jetzt versuch ich für meinen 2. Trip das Phone online ins Hotel zu bestellen, ansonsten lass ichs. Abends sind wir dann noch ein bisschen planlos durch die Stadt geirrt.
Der 3. Tag war der beste, da ein Hongkongnese uns unter seine Fitiche genommen hat und uns ein paar schöne Seiten HongKongs gezeigt hatte - so z.B. den Strand auf den Bildern auf der anderen Seite von HK Island, HK Peak und einen weiteren Fabric Market. Wir haben mit ihm auch in einem typischen kleinen hongkongnesischen Restaurant gegessen und da sieht man dann wieder die Verbundenheit mit China. Wie im Übrigen auch die hongkongnesische Einstellung zur Ehe, Ehebruch, Treue und Fremdgehen der chinesischen sehr ähnelt. Zu diesem Thema hab ich übrigens in der Zeitung im Hotel gelesen, dass schockierende 20% aller Jugendlichen auf dem College schon Sex haben und das auf das schlechte Elternhaus zurückgeführt wird - schon irritierend diese Doppelmoral, aber das ist ein ganz anderes Thema zu dem ich bei Gelegenheit ma meinen Senf geben muss.
Am letzten Tag hat uns dann von Osten ein Taifun eingeholt, so dass es aus Eimern geschüttet hat. Wir hatten glücklichweise eh nichts mehr vor, ausser zum Flughafen zu fahrn und das oben beschriebene Verfahren wieder rückwärts zu durchlaufen. Diesmal glücklicherweise wesentlich schneller und so konnte ich meinen Flieger nach Sanya pünktlich kriegen.
Der 2. Teil des Trips in Sanya wird morgen gepostet


