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Hong Kong die Erste
Das erste Ziel war HongKong. Um Geld zu sparen kann man anstatt direkt HongKong anzufliegen auch Shenzhen anfliegen und fährt dann mit dem Bus ne gute Stunde nach HongKong rein - das kostet ungefähr 9Euro mehr für den Bus, aber 1/3 der Flugkosten. Soweit die Theorie. In der Praxis muss man sich durch das ganze Zoll- und Sicherheitsgedöns am Flughafen schlagen. Nachdem man das geschafft hat, nimmt man einen 15Minuten-Bus zur Grenzstelle zwischen Hongkong und Mainland China. Mit Geldwechseln haben wir dort gute 1,5 Stunden gebraucht, weil man erstmal komplett aus China raus muss, nur um dann 2m weiter wieder komplett nach HongKong reinzukommen … mit jeder Menge Formulare, Grind und Gedöns.
Das kann einem schon den allerletzten Nerv rauben, von Zeit ganz zu schweigen und so haben wir dann auch einen Bus nach HK Downtown verpasst. Glücklicherweise kam der nächste recht flott.
Am ersten Abend haben wir nur mal grob die nähere Umgebung zum Hotel ausgespäht und den berühmten Tempelmarket (= hongkongnesisch für Fake Market) und die Touristen-Fressgassen abgeklappert. Da hab ich dann auch meine erste Chili-Crab Krabbe gegessen. Viel zu viel Arbeit, aber ne Riesensauerei - also genau das richtige für mich. Der erste Eindruck von der Stadt ist, dass man sehr deutlich den britischen Einfluss spürt - was ich als sehr positiv empfunden hab, vor allem was die englische Sprache angeht.
Am 2. Tag haben wir übergesetzt zur HongKong Island. Nach anfänglichem Hin und Her haben wir uns entschlossen getrennte Wege zu gehen und ich hab mich darauf konzentriert die Shopping Malls nach dem neuen iPhone abzuklappern. Leider gibt es das aber nur mit Vertrag oder online - oder man findet einen der wenigen Läden, die sozusagen den Vertrag auf ihre Kappe nehmen - dann legt man aber nochmal gut 150Euro obenauf …. für ein Telefon? Ne das lohnt nicht. Jetzt versuch ich für meinen 2. Trip das Phone online ins Hotel zu bestellen, ansonsten lass ichs. Abends sind wir dann noch ein bisschen planlos durch die Stadt geirrt.
Der 3. Tag war der beste, da ein Hongkongnese uns unter seine Fitiche genommen hat und uns ein paar schöne Seiten HongKongs gezeigt hatte - so z.B. den Strand auf den Bildern auf der anderen Seite von HK Island, HK Peak und einen weiteren Fabric Market. Wir haben mit ihm auch in einem typischen kleinen hongkongnesischen Restaurant gegessen und da sieht man dann wieder die Verbundenheit mit China. Wie im Übrigen auch die hongkongnesische Einstellung zur Ehe, Ehebruch, Treue und Fremdgehen der chinesischen sehr ähnelt. Zu diesem Thema hab ich übrigens in der Zeitung im Hotel gelesen, dass schockierende 20% aller Jugendlichen auf dem College schon Sex haben und das auf das schlechte Elternhaus zurückgeführt wird - schon irritierend diese Doppelmoral, aber das ist ein ganz anderes Thema zu dem ich bei Gelegenheit ma meinen Senf geben muss.
Am letzten Tag hat uns dann von Osten ein Taifun eingeholt, so dass es aus Eimern geschüttet hat. Wir hatten glücklichweise eh nichts mehr vor, ausser zum Flughafen zu fahrn und das oben beschriebene Verfahren wieder rückwärts zu durchlaufen. Diesmal glücklicherweise wesentlich schneller und so konnte ich meinen Flieger nach Sanya pünktlich kriegen.
Der 2. Teil des Trips in Sanya wird morgen gepostet
Tschina
Chinesisch ist mit die Einfachste Sprache der Welt, wenns nitt zwei, drei Details waeren.
Wenn man Chinesisch lernt lernt man eigentlich 3 Sprachen: die Schrift, die Lautsprache und den Sinn, Grammatik & Co.
Die Schrift gibt man so schnell auf, wie ein Calmund die hiesigen Tofu-Wuerstchen.
Die Grammatik ist super einfach- einfacher als im Englischen und das soll was heissen.
Aber die Lautmalerei! Chinesen lieben Zischlaute! Ums Westerns etwas leichter zu machen haben die hier ihre Sprache in unsere Zeichen umgewandelt, aber immer noch nach ihrer Denke. So muss man auch noch lernen wie man diese Schreibweise interpretieren muss. Ein J ist ein Dch, ein Q ein Tch, ein X ein Ch usw. Dazu gibts noch Kombinationen mit Vokalen, einige Konsonanten ersetzen Vokale, wenn sie am Anfang des Wortes stehen und zu allem Uebel und das ist der Knaller gibt es pro Vokal 4 Arten der Aussprache. So klingen xing1, xing4, jing1 und zhing1 nicht sonderlich unterschiedlich haben aber ganz unterschiedliche Bedeutungen. A propros manchmal unterscheiden sich Woerter lediglich im Chinesischen Schriftzeichen, der Rest ist absolut gleich (z.B. Wein und 9).
Wer sich mit Haenden und Fuessen verstaendlich machen kann ist also klar im Vorteil.
Uebersetzer gesucht
Ich glaub mein Fahrer hat sich irgendwo aufm Fake-Markt nen elektronischen Uebersetzer gekauft. Das Ding wurde glaube auch verwendet, um die chinesischen Gebrauchsanleitungen zu schreiben - jetzt spricht er noch viel wirrer als zuvor! Hilfe!
1. Klasse 1. Stunde
So, eben hatte ich meine 1. Unterrichtseinheit Chinesisch zusammen mit Martin (Department Head der mit mir im Januar angefangen hat).
Man kommt sich aweng doof vor, weil die erste Stunden aus Konsonanten, Vokalen und 14 verschiedenen Sch-Lauten besteht (j, q, c, sh, s, sch, x, zh, z, etc etc). Und das auch noch mit 4 Arten der Betonung. Die deutsche Sprache ist von der Aussprache dagegen wie ein Klavier mit 5 Tasten. Hoechstens! Wie dem auch sei es war ganz ok, jetzt heissts unter der Woche ueben, damit man sich naechste Woche nicht blamiert.
Mit Martin geh ich heut abend daraufhin erstma einen zischen!