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LMP
Endlich einer, der meine Arbeitsweise nicht nur versteht sondern auch in einem einzigen Wort wunderbar beschreiben kann. Gottseidank weiss ich ganz genau, dass ich nicht allein so dar stehe:

Wahrscheinlich der grösste Philosoph aller Zeiten!
Cineastische Fortbildung
Jedem der wie ich die Blutgruppe “A pos. Super Plus” hat sei folgender Film ans Herz gelegt:
http://www.lovethebeast.com.au
Buddhas begrabbeln
Gestern hatten wir eine teambildende - auf neudeutsch team building - Massnahme. Waehrend man in Deutschland auf Baeume klettert oder durch den Schlamm robbt ist man hier sehr viel Spiritueller. Man setzt sich morgens in einen Bus und laesst sich 1,5 Stunden lang zum naexhsten Tempel kutschieren, wo man dann China’s groessten Bronze-Buddha begrabschen kann.
Ich war ja davon ausgegangen, dass man waehrend der langen Fahrt dahin ein bisschen uebers Geschaeft diskutiert, was ja Sinn machen wuerde. Stattdessen war allgemeines Zeitung lesen angesagt und der erste der eingeschlafen war war der Chef persoenlich.
Naja egal, schliesslich angekommen sind wir quasi einmal durch die Anlage und zurueck gelaufen, wobei der Buddhismus recht geschaeftstraechtig ist. Bevor man zur ersten Gebetsstaette kommt muss man erstmal an einigen Shops vorbei, die “Gebetsmaterial” verkaufen. Man kann ja nicht einfach so beten, sondern deckt sich zu Beginn erstmal mit kiloweise Raeucherstaebchen ein. Und das ist keine Uebertreibung - zugegeben es sind auch riesige Raeucherstaebchen. Dabei entspricht jede Sorte einem Wunsch: Vanille = Gesundheit, Honig-Kirsch = Erfolg etc und dann gibts nochh den Joker Zwiebelmett = “Alles was will”. Naja was macht man nicht alles mit, also einmal Vanille-Zwiebelmett und en Pfund Kerzen bestellt. Dazu gabs gratis ne Gebrauchsanweisung (sehr praktisch so ne Religion mit Gebrauchsanweisung) leider auf Chinesisch. Man durchlaeuft dann mehrere Gebetsplaetze auf denen man dann jeweils 2 Kerzen anzuendet und in einen Halter steckt (wenn keiner mehr frei ist reisst man einfach andere brennende Kerzen raus und schmeisst die weg) und steckt die Raeucherstaebchen in nen Asch-Eimer - am Besten vor der naechsten Stichflamme aus selbigem. Dazwischen gibts diverse Tempel, Springbrunnen und Wand-Dekorationen, die alle moeglichen Goetter bis hin zu denen fuer Dreck, Grind, Schmand und Gedoehns darstellen. Naja zugegeben beeinduckender Abschluss bildet der riesige Bronze-Buddha, dessen Riesenzehen man dann anfassen muss damit die Wuensche war werden. Auf dem Rueckweg gings dann noch durch ein Museum, durch das wir durchgehastet sind und einen Tempelshop, in dem wir mind. soviel Zeit wie zum Beten verbracht hamm. Mein persoenliches Highlight war das Essen. Man muss ja hier was offener sein, aber die Ankuendigung, dass es vegetarisch sei war schon sehr grenzwertig. Verzweifelt hab ich versucht zu erklaeren “Meat is my vegetable”. Nutzte nix. Aber was die Chinesen dann aufgetischt haben war wirklich super. Ich hab weder Fleisch vermisst, noch hat sich mein Magen beschwert und das Tofu was man hier bekommt ist wirklich verdammt gut. So koennte selbst ich Vegetarier werden und da einiges frittiert war, war es auch gottseidank… sorry buddhaseidank nicht zu gesund.
Dann gings auch schon wieder zurueck, im Endeffekt also auch nich teambildender als ein normaler Arbeitstag, da auf der Rueckfahrt aufgrund der vielen frischen Luft und des vollen Magens hauptsaechlich geschlafen wurde.
Nichtsdestotrotz ein schoener Tag, weil man mal ein bissl rauskam und was anderes gesehen hat, auch wenn die gesamte Anlage sehr kuenstlich wirkte (ist auch erst ein paar Jahre zuvor erbaut worden). Bildwr findet der geneigte Leser wie immer in der Gallerie.