Posts Tagged ‘Chinesisch’
Ersterfahrung
Gestern hab ich eines der besten - wenn nicht das beste japanische Restaurant der Stadt besucht (nicht vergleichbar mit Kagen) und einiges neues erlebt was es lohnt zu bloggen, daher hier mal ein paar Ersterfahrungen.
Dass ich vor Kurzem Fischlippensuppe gegessen hatte, hatte ich glaube ich schon gebloggt.
Gestern abend kam See-Igel dazu - sehr lecker, kann ich jedem empfehlen.
Ausserdem hatte ich gestern endlich endlich endlich mein heiss begehrtes Kobe-Beef bekommen. Und zwar das Echte, das Originale, das aus Kobe. Der Chef des Restaurants kommt aus der Stadt und bringt das Fleisch aufgrund von Importbedingungen immer im Gepaeck mit und nicht wie normal als Importware: handcarried original Kobe-Beef … man goennt sich ja sonst nichts!
Und natuerlich nicht das erste Mal, aber dennoch erwaehnenswert war der Sake, den es gestern zum Essen gab, er war dem Dinner angemessen, bis dato definitiv einer der besten (und ich hatte damals beim Sake-Abend schon verdammt guten gehabt)
Ausserdem hab ich gestern das erste Mal ein Vertu Mobiltelefon in Haenden gehalten. Wem das nichts sagt, der sollte mal googeln. Nur soviel: es war nicht das billigste aus der Palette.
Den Abend haben wir dann noch gemuetlich in einer japanischen Bar ausklingen lassen und wie sich das gehoert nen sizilianischen Roten getrunken - passt doch ;o)
Ein optimaler Start ins Wochenende - so kanns weitergehen! In diesem Sinne wuensch ich allen schon mal viel Spass!
Die noerdliche Hauptstadt
…eine Sach- und Lachgeschichte!

Freitags morgens hab ich mich hundemuede in den Flieger geschleppt und hab mich endlich auf den Weg in die Hauptstadt gemacht. Eigentlich wollte ich nicht wirklich nach Peking, weil ich vermutete, dass es da viel Kultur, viele Palaeste und noch mehr Tempel zu sehen gibt und ich davon eigentlich schon genug hab. Aber wenn man mal laengere Zeit in China war, dann ist der Trip einfach ein Muss. Zum Glueck wurde mir ein sehr sehr schoenes Hotel in der Innenstadt organisiert: das Crowne Plaza (kann ich uneingeschraenkt empfehlen).
Kaum angekommen gings dann leicht gehetzt auch direkt zum Sommer Palast. Eine Anlage etwas ausserhalb der Stadt, in die sich der Kaiser an den heissen Tagen zurueckzog. Natuerlich sehr imposant, vor allem die Groesse des Gelaendes.
Aber auch irgendwie uebertrieben - voellig uebertrieben. Das war der erste Eindruck von Beijing und der sollte sich noch weiter festigen.
Naja ehrlich gesagt lassen mich solche Kulturstaetten relativ kalt. Nichtsdesto trotz schoen ma gesehen zuu haben - jetzt kann ich zumindest mitreden.
Zurueck in der Stadt gabs Abendessen. Pekingente hab ich verweigert, weil ich sie schon in Shanghai hatte und immer noch nicht weiss was so toll daran ist (nicht zu vergleichen mit deutscher Pekingente die lecker ist). Also gabs die beruehmten Beijing Noodles - kalte Nudeln mit Gemuese und einer herzhaften Sosse … superlecker. Und gebratene Milch - auch lecker! Ich weiss gar nicht mehr wann, aber irgendwann sind wir auch noch ueber die Foodstreet geschlendert, von der ich gleich mehr berichte.
Abends gings dann noch nach Houhai - einer Barstrasse. Anders als in Shanghai knubbeln sich da irgendwie (gefuehlt) alle Bars der Stadt. Jede Bar bietet mehr oder minder attraktive Live-Musik (alles so Fahrstuhlmusik) und jede Bar bietet jede Menge Couches im Freien und drinnen. War ganz nett - aber irgendwie keine echte Party-Atmosphaere (jedenfalls nicht vergleichbar mit dem “was ich so kenn”).
Naja ich brauchte ja auch noch genug Energie fuer Tag 2 - der fing naemlich direkt mit der grossen Mauer an … Himmel und Menschen hatte ich erwartet … und bekommen. Naja die Mauer ist wie der Somemrpalast - masslos uebertrieben. Anders ist es nicht zu beschreiben. Und wenn man sich daran erinnert, wieviel Schweiss und Blut fuer den Bau geopfert wurde stimmt einen das schon nachdenklich. Nichts desto trotz natuerlich schon imposant. Vor allem wenn man gefuehlt die ganze Mauer abgeschritten hat. Mir tun immer noch die Fuesse weh.
Im Anschluss gings wieder in die Stadt zurueck und in eine grosse Einkaufs- und Flaniermeile, die sozusagen den Zubringer in die verbotene Stadt darstellt. Dort gabs dann ein sehr lokales Mittagessen (gedrechselte Knochen mit einem Hauch Lamm) und schliesslich erreichten wir den Platz des Himmlischen Friedens, der sich direkt vor der verbotenen Stadt befindet und der groesste Platz der Welt ist (Stichwort uebertreiben). Anschliessend gings eine Metrostation Richtung Hotel und vorher machten wir noch einen Abstecher in besagte Foodstreet auf der alles moegliche (fuer Touristen) angeboten wird…
Ein bisschen Skepsis ist zwar angebracht:
schmeckt aber lecker!
Die kleinen Skorpione, die man auf dem andern Foto im Album sieht, leben im Uebrigen noch und wackeln froehlich aufgespiesst vor sich hin. Daran darf man sich nicht stoeren.
Abends gings dann noch Richtung Olympic Center mit dem beruehmten Vogelnest - sehr imposante Konstruktion! Das ist schon eher nach meinem Geschmack.
Fuer den naechsten Tag war dann wohl der groesste Brocken geplant: Forbidden City. Bevor ich mir aber die volle Droehnung Kultur geben konnte, brauchte ich noch was echt cooles. Nur einen Steinwurf von der verbotenen Stadt - wobei ich mir sicher bin, dass Steine werfen dort verboten ist, steht die neue Beijing Oper, und das Gebaeude trifft genau meinen Geschmack. Einfach eine irre Konstruktion!
Natuerlich auch wieder mit Superlativen gespickt, aber laesst man mal dieses Groesste, Dickste, Laengste beiseite einfach nur ein sehr schoener Bau. Fuer 4 Euro durfte man auch die 3 grossen Hallen - die Oper, das Theater und die Konzerthalle - besichtigen. Dabei hat mein Deo (was mehr als noetig war weils 30 Grad hatte) beinah einen Code Red ausgeloest. Naja safety first und mit so einem Deo kann man ja schon so 2, 3 Haeuserblocks sprengen.
Naja egal, war auf jedenfall toll! Mental gestaerkt gings in die verbotene Stadt - ich nenn sie gern die uebetriebene Stadt. Stadt ist in dem Zusammenhang uebrigens nicht uebertrieben - es ist kein Dorf, sondern eine echte Kleinstadt. 90% machen allerdings irgendwelche Hallen aus - man gelangt von einem Thronsaal in den naechsten.
Es steckt natuerlich auch jede Menge (langweilige) Geschichte dahinter, welcher Kaiser mit welcher Geliebten welches Kind gezeugt hat, welches dann wiederum seine Geschwister getoetet hat, aber sich das alles zu merken ist ein Unding. Nach der verbotenen Stadt gings in eine der zahllosen Seitengaesschen - sogenannte Hutongs, wo man das “urspruengliche” Leben sieht. Wir hatten einen ganz guten Hutong erwischt, der nicht tourisiert war. Leider hab ich keine Fotos davon gemacht - is aber auch nicht sonderlich “fotogen”
Anschliessend gings nach einer kurzen Erfrischung im Hotel in ein von mir ausgesuchtes Restaurant -> ein Expat-Shelter. Ich weiss nicht, aber die finde ich immer zielstrebigst (liegt vielleicht an meinem Expatriate-Status). War aber sehr gut. Es handelte sich um ein Restaurant, welches sich auf Dumplings, sprich Jiautze und Bauze spezialisiert hat. Dementsprechend haben wir … nein ich… zugeschlagen.
Abends haben sind wir dann nochmal durch einige Souvenirstrassen gebummelt und sind in Houhai auf einen Hopfenbluetentee und ein Spielchen eingekehrt.
Am letzten Tag gings dann doch nochmal in einen Tempel - der Temple of Heaven. Ein tibetanischer Tempel. Die Besonderheit ist, dass es dort - im Gegensatz zum normalen Buddhismus - maennliche und weibliche Buddha gibt und man diese auch in eindeutigen Posen sieht:
Bhudda of “Happiness” - das is die Happiness von der die Chinesen immer reden? AH!
Dann war der Kurztrip auch schon wieder beendet und es ging zum Flughafen, der vielleicht gigantisch sein mag (Terminal 3 allein ist so gross wie Heathrow), aber zumindest den Teil den ich gesehen hatte war ziemlich schaebbig.
Fazit: Beijing ist ein ganz andere Stadt und unterstreicht einmal mehr meine Aussage, dass solche grossen Staedte ihre ganz eigene Kultur haben. Eine Stadt anhand von 4 Tagen zu beurteilen waere unfair, auf den ersten Blick ist sie aber definitiv nicht so “shiny” wie Shanghai oder HK.
Von der beruehmten Warmherzigkeit der Beijingnesen hab ich nicht viel mitbekommen - ich denke aber, dass es sich durchaus lohnen koennte laengere Zeit dort zu leben, um den Flair und die geheimen Ecken zu erkunden. Auf meiner Staedte-Skala belegt Beijing trotzdem nur einen der unteren Plaetze. Unangefochtene Nr. 1 ist und bleibt HK, dicht gefolgt von Shanghai itself. Die naechste Metropole ist Shenzhen (12 Mio Einwohner). Mal sehen ob sich dann was in den Charts tut (verraten wird noch nix).
Bin wieder da
Nach einem “Blitzurlaub” in Zhangjiagang (nur eine Nacht) bin ich wieder da. Frederiek hatte mir gesteckt, dass es eine 1:1 Kopie der Hoelle (das beruehmt beruechtigte No. 88) in Zhangjiagang gebe - und was muss ich sagen er hat recht. Die Chinesen kopieren nicht nur westliches, sondern auch sich selbst - ich hab nix dagegen. Statt BBQ gibts da zwar morgens PaoMoah (gebratenes Brot), ist aber auch sehr lecker!
Demnaechst gibts hoffentlich den schon vorbereiteten Bericht ueber Beijing und Shenzhen.
So stay tuned …
Beweise vor der Flucht
Bevor ich mich ins digitale Jenseits verabschiede hab ich heut morgen noch die Zeit genutzt schnell ein paar Bilder von Beijing online zu schieben.
Ich verabschiede mich in meinen wohlverdienten Urlaub und melde mich wenn ich wieder Netz hab…
PS.: Ich weiss nicht warum, aber hier in Shenzhen hatte ich das komplette Internet - weiss nicht ob es an der Freihandelszone liegt oder ob das Hotel eine VPN nach HK geschaltet hat - wie dem auch sei, war mal wieder schön in “Freiheit”
Schwitzen ist gesund
2. Tag in Shenzhen = 3. Hemd komplett durchgeschwitzt. Es ist nicht mal 12:00 mittag hier! Wenn das so weitergeht gehen mir die Shirts schon beim Zwischenstop aus. Sollte ich nochmal, ein einziges Mal, auf die Idee kommen im Sommer in den Süden zu fahren dürft ihr mich schlagen. Aber die Stadt ist ganz cool (kleines Wortspiel) - lohnt sich eigentlich auch länger hierzubleiben … im Winter! Und nicht bei derzeit gefühlten 38Grad!
Auf nach Beijing…
Morgen gehts endlich wieder los - diesmal Peking! Zwar nur 4 Tage - da ist wieder keine Entspannung in Sicht - aber dann hab ich das Thema auch abgehakt … und einiges zu sehen gibts da ja auch. Ihr koennt Euch schon jetzt auf viele Fotos freuen (uebrigens hats da grad so um die 30Grad). In meiner Vorbereitungslektuere - von www.wikitravel.org - hab ich folgenden Absatz zum Thema Strassenverkehr gefunden bei dem ich Traenen vor Lachen hatte.
“Crossing the road in China is an art and may be difficult for pedestrians unused to Beijing’s particular driving styles. Before crossing, assume that none of the road users will give way to you, even if a policeman is present. Zebra crossings are redundant. Chinese drivers lean on the horn heavily and frequently play games of chicken with pedestrians and other vehicles. Should you hear a loud horn when crossing the road, always look around as there is probably a car right behind you or heading straight for you. Should you find several cars and bicycles veering towards you from different directions, do not try to run to safety; instead, stand still. For drivers and cyclists a stationary obstacle is easier to avoid. Also note that traffic light crossings have zebra stripes painted on the road, but you should only cross when the walk light is green. As with pedestrian crossings in many countries, there is strength in numbers. When a mass of people crosses together cars are more likely to stop or slow down.”
Speziell “For drivers and cyclists a stationary obstacle is easier to avoid.” - Stichwort Foetushaltung auf der Kreuzung =o). Naja gilt ja im Prinzip auch fuer Shanghai und da heissts Mut zur Luecke!
Ich verabschiede mich schonmal, hab gestern wieder bis halb 2 gemacht und muss heut frueh ins Bett. Der Flieger morgen startet ja auch rechtzeitig.
Melde mich, wenn ich wieder zu Hause - Shanghai - bin….
Soweit die Füße tragen…
Ein Gastpost von Dirk:
Ja, eine Woche geht ja so schnell vorbei! Viel zu schnell!
Was ich dank Alex in diesen Tagen erleben/genießen/erblicken/erwandern/… durfte, habe ich mal kurz zusammengefasst
Und das war nach dieser Woche gar nicht mehr so leicht!
(Es ist sicher etwas ausschweifend geworden, aber vielleicht beugt es meiner Vergesslichkeit vor
)
Sonntag 25. April 2010

Maglev
Ankunft auf dem Flughafen Shanghai Pudong International Airport gegen 14:20 Uhr (alle weiteren Uhrzeit waren nicht weiter rekonstruierbar). Auf Empfehlung ging es dann mit dem Maglev (431 km/h ; Beweisfoto kann auf Nachfrage gestellt werden) zur Longyang Rd. Station, wo Alex mich mit seinem Fahrer (wie dekadent) bereits erwartete.
Nach einer Erfrischungspause gab es einen kleinen Rundgang durchs Grand Gateway und einen kurzen Einkauf im Supermarkt. Was frisches sollte her! (Im Nachhinein frage ich mich, warum wir überhaupt was gekauft haben; waren wir doch eh nur draußen schlemmen - naja fast)
Danach wurde es Zeit für ein würziges Abendessen im Asian Noodles (habe leider keinen Link gefunden): Was hat Alex mich hier auf die (Gewürz-) Probe gestellt! Das war nicht scharf, das was Hölle und ich dachte “Ok, schlimmer geht’s nicht” - aber es ging noch schlimmer, noch viel schlimmer…

Welcome To Shanghai
Nach kurzem Trip zum DVD Shop sind wir dann in die “Vue Bar” im “Hyatt on the Bund”. Definitiv das beste “Welcome to Shanghai“!
Von hier aus ging es dann noch auf’n Cocktail in die Bar Rouge (Die Dachterrasse muss im Sommer einfach nur geil sein!)
Das war dann auch genug nach einem so langen Tag!
Montag 26. April 2010
Ein leckeres Frühstück im Element Fresh und dann zu Tailor Market: 2 Hosen, 1 Jackett und 9 Hemden bestellt!!! Wow, aber ob das etwas wird?
Alex’ Fahrer brachte uns dann nach Caojing in die “Noodle Bude” (Langsam fange ich an das Essen hier zu lieben) und dann noch zum BTES Building auf der Site: Training, denn schließlich soll Alex sich ja nicht auf der Annual Party blamieren (BTW: Viel Spaß am Freitag! - ich will beweise sehen)
Dabei hatte ich auch gleich die Gelegenheit ein paar Kollegen, Norbert und Martin, kennenzulernen, mich ein wenig auszutauschen und schon war auch ‘ne Verabredung für die Woche gemacht.
Nach der Rückfahrt nach Shanghai haben wir im Vargas noch ein kleines Sandwich verputzt (denn wir hatten mittags in der “Noodle Bude” ordentlich zugeschlagen). Nachdem wir im JZ Club bei ‘nem Cocktail und Live Jazz ein wenig zugig gesessen hatten, gab es noch einen Absacker im Cottons (in der Xinhua Lu). So ganz langsam kann ich verstehen, dass Alex hier nicht weg will
Dienstag 27. April

SWFC
Nochmal ein leckeres Frühstück im Element Fresh und dann auf nach Hongqiao zum Fake Market. Dort haben wir nach ein paar Minuten dann auch May getroffen. Nach ein wenig Shopping, wobei ich mit zwei Uhren (ja, auch Gabi hat sich sehr gefreut) und ‘nem T-Shirt doch eher mager abschnitten habe und Alex mit einer etwas zu teuren Jeans, einem hart erstandenen Stativ, noch zwei Uhren und keinem Paar Schuhe doch etwas erfolgreicher war, ging es mit dem Taxi wieder zurück. Dann sind wir zu dritt mit der U-Bahn nach Pudong und dort gleich im SWFC in der 93 Etage zu ‘nem Snack in schwindelerregender Höhe und unglaublicher Aussicht aufgestiegen. (BTW: son’ Klo will ich auch!!!). Von hier oben gab es schon gute Aussicht auf die Baustelle des nächsten Skyscrapers in Shanghai, dem Shanghai Tower! Das im Zentrum von Pudong überhaupt noch Platz für sowas zu finden war ist schon kaum zu glauben. Dann wieder runter und wieder rauf, d.h. rauf aufs Observation Deck (volles Programm : 94th, 97th, and 100th Floors). Wow, was für eine Location. Und was hat May sich angestellt, als Sie nicht über den Glasboden gehen wollte
! Girls, alle gleich!
Danach wollte Alex mir noch im Jin Mao Tower was zeigen, aber leider hatte Boeing die Location reserviert, somit haben wir das ausgelassen.
Im “Banana Leaf” haben wir dann, wie gestern verabredet Martin und seiner Frau getroffen und so richtig lecker thailändisch genascht. Aprospros, der kleine Kellner hätte sicher auch gerne an Alex genascht, so wie er ihn angehimmelt hat ![]()
Im Jade on 36 des Shangri la Hotel gab es dann bei live Gesang noch ‘nen Cocktail. War ‘ne tolle Atmosphäre mit schöner Aussicht!
Nachdem wir uns bei allen verabschiedet hatten, sind wir noch auf ein Bier und Bruschetta ins andere Cottons.
Den Tag haben wir dann noch im People 7 abgeschlossen; allein der Eingang ist schon ein kleines Event und auch der Gang zum Klo kann dort ohne Tipp echt schwer werden
(Mehr will ich aber nicht verraten, bin ja kein Spassverderber)
Was für ein Tag!
Mittwoch 28. April
Puh, frühes Aufstehen war angesagt, denn um 6:30 Uhr sollte uns der Fahrer abholen und nach Nanjing, der früheren südlichen Haupstadt Chinas, bringen.
Nach etwas mehr als drei Stunden Fahrt, die uns ein chinesisches Frühstück, welches der Fahrer uns vorher besorgt hatte, “schmackhaft” machte, sind wir dann im Sheraton abgestiegen. Nach kurzem frisch machen, denn Alex hatte ja beim Frühstück seine Hose voll gekleckert, haben wir uns auch gleich auf den Weg gemacht, was von der Stadt zu sehen.

Jiming Tempel
Mit der Stadtkarte aus dem Hotel ging’s dann los Richtung Jiming Temple: Ein Zeremonie zur Freilassung von Vögeln vor dem buddhistischen Tempel (welche Bedeutung das auch immer haben mochte; ein kommunikativer Chinese musste uns aber erklären, dass er dagegen sei, denn die Vögel würde eh wieder eingefangen und an den Tempelorden verkauft - oder so ähnlich), ein Rundgang durch den Tempel sowie ein kurzes Gebet in alle Himmelsrichtungen, dann ging es weiter über die Stadtmauer gen Osten. Schon ein beeindruckendes Bauwerk, mit knapp 40 km Länge in nur 20 Jahren erbaut. Da hätten sich die Kölner mit ihrem Dom mal ‘ne Scheibe von abschneiden sollen. Nach scheinbar endlosen Schritten über die Mauer ging es dann wieder durch die Stadt (zu Fuß, wie sonst): Ein schöner Park, genutzt von spieltriebigen Chinesen, die so etwas wie ein Diabolo, welches ein heulendes Geräusch machte, durch die Luft sausen, Drachen steigen ließen oder einfach nur relaxten. Noch ein paar Hochzeitspaare bei der Fotosession, eine Tanzgruppe, Tai Chi unter Bäumen, … einfach nur schön. Dann ging es wieder zum Hotel, frisch machen, denn danach ging es mit dem Taxi (ja, ein oder zwei mal hatten wir in Nanjing tatsächlich ein Taxi, obwohl meine Füße das bestreiten würden) zum 1912, einem interessant gestalteten Viertel in dem Essen und Unterhaltung angesagt ist. Dort haben wir dann Lilian und Joy getroffen und sind mit ihnen Hot Pot essen gegangen. Mal ganz was anderes, aber wieder echt lecker. Danach noch in das Mazzo, einen typisch chinesischen Club - obwohl es Mittoch war, war hie echt was los! Ein sehr schöner Abend nach einem tollen Tag.
Donnertag 29. April

Zhonghua Gate
Nach einem stärkenden Frühstück im Hotel ging es zum Zhonghua Gate, welches in alten Zeiten für Angreifer eine ausgeklügelte Falle mit seinen drei nachgeschalteten Toren bildete. So ein paar kitschige Wachsfiguren, die eine Gesichtsfarbe ähnlich dem früheren HubbaBubba Kaugummi hatten, durften hier nicht fehlen. Ungeachtet dessen eine echt lohnenswerte und eindrucksvolle Sehenswürdigkeit. Danach ging es durch den Bailuzou Park und weiter in die Confucius Area, in der vor lauter Kommerz der eigentliche Confucius Tempel unter ging. Da diese Stadt selbst für zwei Tage einfach zu groß ist, haben wir uns abschliessend für die Purple Mountains entschieden und uns dort das Sun Yat-sen Mausoleum und das Ming Xiaoling Mausoleum angeschaut und tolle Fotos geschossen.

Purple Mountains
Das war Kultur pur!
Nun sollte es wieder mit den Taxi in die Stadt gehen, aber davon wussten die Taxis nur nichts, d.h. zu Fuß ging es schier endlos in Richtung Stadt. Irgendwo hinter der Stadtmauer und nach einem kleinen Snack am Straßenrand gab es dann doch noch ein Taxi für uns! Welche eine Wohltat - aber schon beim Aussteigen wollten die Füße kaum noch. Leider blieb daher keine Zeit mehr den Yangtze zu besuchen ;-(
“Soweit die Füße uns tragen” hätte glatt das Motto dieser zwei Tage sein können.
Da wir noch etwas Zeit und Hunger hatten, bis der Fahrer uns wieder abholen sollte, ging es also gleich noch ins Restaurant: Bambus, Garnelen, Bohnen und …
… und Frosch (Wie ich erst beim Verspeisen aufgeklärt wurde)! Alles super lecker, nur musstest Du ja den Frosch ja unbedingt “là” bestellen, so dass der einem schon die Lippen weggebrannt hat, bevor er noch auf der Zunge ankam. (Die einen reden vom Schneefrosch, ich nur noch vom Firefrog!) Die Bedienung fand es jedenfalls sehr komisch.
Dann ging es nur noch mit dem Fahrer nach Hause…
Freitag 30. April
Ein stärkendes Frühstück zu Hause mit Toast, Käse, Fleischwurst, Salami und Nutella.

People's Square
Der Tag beginnt mit einem gemütlichen Rundgang über den People’s Square: Neben dem tollen Blick auf die umgebende Stadt gibt es hier auch scheinbar den einzigen kleinen Platz, an dem hier in der Stadt Tauben anzutreffen sind. Sonst scheint in der ganzen Stadt kein einziger Vogel sein; In der French Concession hört man zwar ab und an mal etwas Gezwitscher, aber das scheinen auch die einzigen Orte zu sein. Komisch!

1933
Dann gings es zum 1933, eine irre Konstruktion, die früher einmal ein Schlachthaus war. Man kann sich teils vorstellen, wie hier die Rinder zu ihrem industrialisierten Ende geführt wurden. Als Metzgerssohn glaubte ich sogar noch das Blut riechen zu können. Heute eine Location für kleine Shops, Kunst und mehr. Sehr eindrucksvoll!
Von hier ging es dann in die Taikang Lu zu einem Rundgang durch Tian Zi Fang: Schmale Gassen voll mit Künstlerläden, Shops und Restaurants.
So nun aber schnell nochmal zum Tailor, denn wenn ich Montag zurückfliege, sollen die neuen Klamotten schließlich passen. Ein Teil der neuen Hemden konnte ich schon mitnehmen, worüber ich dankbar war, denn es ist mittlerweile so um die 30 Grad geworden, denn nun hatte ich noch etwas zum Wechseln.
Nach kurzem frisch machen geht es dann zum Kagen (Japanisches Teppanyaki Restaurant) wo wir mit Norbert und seiner bezaubernden Frau (Sorry, aber an ihren brasilianischen Namen kann ich mich wirklich nicht mehr erinnern) so richtig lecker gegessen haben. Nicht nur das, nein Alex musste mich auch noch mit Sake abfüllen, so dass ich dachte der Abend geht sicher früh zu Ende (und damit sollte völlig daneben liegen). Nach den wir mit bestem Essen gesättigt waren, gingen wir (für mich gilt schwankend) ins Zapata’s wo sich uns noch Lilian, Nicole, Isabella und Frederic angeschlossen haben. Bis sicher 2:00 Uhr haben wir dort Party gemacht, gequatscht, getrunken und getanzt. So peu a peu haben uns dann alle bis auf Nicole verlassen, mit ihr sind wir dann noch ins MAO. Ein echt heißer Abend! Als wir dann gingen, war es doch schon 5:30 Uhr und auch schon wieder hell draußen. Definitiv der geilste Tag der ganzen Woche!!!
Samstag 01. Mai
Also, sorry, aber heute war erst mal ausschlafen angesagt ![]()
Nach einen verspäteten Frühstück im Abbey Road ging es dann gemütlich zu Fuß (wir latschten schon wieder) durch die French Concession und weiter und weiter bis an das Ende der Nanjing Lu, wo wir May getroffen haben.

Hell Breakes Loose
“Hell breakes loose” : Menschenmassen, gefühlt alle Chinesen dieses Kontinents, weil, die Expo gerade geöffnet hat, Monatsanfang ist, Samstag ist und auch noch pervers gutes Wetter war. Der Verkehr am Ende der Nanjing Lu war komplett zusammengebrochen! Eigentlich war der neue Bund das Ziel, aber von dem war vor lauter Menschen nichts mehr zu sehen, bis auf die neuen Bauten am Fähranleger. Dennoch ein Erlebnis. Bevor es wieder nach Hause ging, gab es noch eine kleine Visite in TheCoolDocks.
Ein wenig frisch machen, denn wir waren Heute bei der Lauferei doch etwas ins Schwitzen geraten, und dann weiter zum Shanghainesen Abendessen. Wieder ein neues Erlebnis: Exemplarisch zubereitete Speisen in der Vitrine statt einer Speisekarte, und schon wieder alles super lecker (kann mir kaum noch vorstellen, dass es zu Hause in Deutschland noch schmecken kann)! Leider hatte der Eisladen um die Ecke geschlossen, so sind wir mit dem Taxi nach Xintiandi, einem kleinen Shopping und Entertainment Viertel, wo es dann auch das ersehnte Eis im Cold Stone gab. Von hier aus ging’s dann ins Brown Sugar, wo Soul Man Carlton J. Smith einen geilen Liveauftritt gab. Von hier aus ging es noch ins No. 88, einem chinesischen Club, doch Frederic, den wir hier eigentlich treffen wollten, war leider schon weg - wir waren doch zu langsam. Nach einer kleinen Stärkung vom BBQ am Straßenrand haben wir gegen 2:00 Uhr nochmal dem MAO einen Besuch abgestattet, aber so gut wie Tags zuvor war es nicht.
Sonntag 02. Mai
Die beiden letzten Tage steckten uns noch so in den Knochen, daß das mexikanische Frühstück im Maya erst gegen 12:00 Uhr genommen werden konnte. Im M50 gab es dann modere chinesische Kunst zu sehen, bei der es schon wundert, wie kritisch sich die Künstler geben dürfen. Hätte ich nicht gedacht! Bei Alex um die Ecke sind wir dann noch ins “Best Buy”, die Electronic Mall und in die Shopping Mall, schließlich sollte das Töchterchen doch auch was mitgebracht bekommen (die Tasche ist übrigens super angekommen). Am Abend haben wir dann mit Ute und Martin im Lost Heaven (war auch für die beiden neu) lecker gespeist und sind anschließend runter in die Lounge und haben dort dann auf 4 Flaschen köstlichen Rotwein (Super Auswahl Martin!) aufgerundet.
Mit beiden fuhren wir später in die Velvet Lounge und haben in angenehmer Atmosphäre noch jeder zwei Cocktails geschlürft.
Unser beider Versuch danach noch im LOgO den Abend ausklingen zu lassen, scheiterte trotz der attraktiven DJane daran, dass hier irgendwer so übel in den Laden gekotzt hatte, sodass es keine Nase auszuhalten konnte. Schade! Also ging es von hier aus in’s Dada, einem kleinen Expat Shelter mit düsterer Atmosphäre, aber leckerem Bier (mit dem ich mich nach dem Wein und den Cocktails dennoch etwas schwer tat - mangelnde Übung!). Bevor es dann später wieder Heim ging, zog uns der Straßen-BBQ gegenüber mal wieder so stark an, dass wir nicht anders konnten. Und nun nicht jammern, Alex, Du wolltest es unbedingt scharf bestellen. Es muss erwähnt werden, dass sogar die Tränen, die binnen Sekunden nach den ersten Bissen nicht aufzuhalten waren, in den Augen brannten.
Montag 03. Mai

Nach Hause :-(
Sch…, schon der letzte Tag!
Wir trafen Kelly und Frederic im Element Fresh; Nach dem Frühstück sind wir zusammen mit beiden zum Tailor, schließlich mussten wir meine restlichen Sachen nochmal anprobiert werden (passte nun alles super) und Frederic wollte Alex’ Hemdenmacher mal ausprobieren.
So, leider ging es nun so langsam ans Packen. Noch ein Paar Fotos und Music auf den Stick und ein wenig relaxen.
Abends dann zum Abschluß mit Kelly und Frederic im Asian Noodles gut gegessen und als Dessert noch ein Eis im Cold Stone (… und immer auf Wölfe mit Regenschirmen aufpassen).
Den ganzen Tag über war meine Stimmung schon etwas getrübt, denn wer will hier schon weg? Ich habe die Zeit sehr genossen, aber die Freude auf meine Lieben zu Hause zieht mich auch zurück ![]()
Spät am Abend hat uns der Fahrer dann zum Airport gebracht. Nach dem Check In und ein paar Schritten durch den Flufhafen noch ein kurzer Abschied, dann waren es nur noch 15 Stunden bis nach Hause!
Fazit
Für jeden, der die Gelegenheit hat, einmal mit einen Guide wie Alex eine Stadt wie Shanghai zu erleben, der muss unbedingt hierher kommen!
Aber eine Warnung muss ich euch mit auf den Weg geben: Wer hierher kommt muss damit rechnen an diese Stadt, dieses Land und die tollen Menschen sein Herz zu verlieren
Allen lieben Menschen, die ich hier kennen lernen durfte und besonders auch Alex, ein großen Dank für diese tolle Zeit!
CU in Shanghai!
P.S.: Alex hat ja bereits einen Satz an Bildern vom unseren Touren duch Shanghai und Nanjing gepostet.
Warten…
Während wir alle gespannt auf den Bericht über 9 verrückte Tage in China von dirk warten hab ich in der Zwischenzeit mal ein paar Bilder hochgeladen!
Ende der Woche werd ich dann mal über letzte Woche Freitag stattgefundenes Appreciation Dinner berichten.
Bis dahin noch etwas Geduld…
Sing und schwing das Bein…
… lass die Sorgen Sorgen sein.
Naja so oder so aehnlich gehts momentan zu, denn die ersten Trainingsstunden fuer die Annual Party hatten wir jetzt.
Hintergrund: Wir haben Anfang Mai eine Annual Party auf der jede Division etwas auffuehren muss - trommeln, tanzen, singen … kurzum sich irgendwie vor versammelter Mannschaft zum Affen machen. Hab ich ja prinzipiell kein Problem mit - das kann ich!
Naja unser Department hat sich gemeinschaftlich (Demokratie wird hier “anders” praktiziert) dazu entschlossen zu tanzen. Hab ich immer noch keinen Stress mit.
Jetzt hatten wir die erste Stunden - komplett in Chinesisch und damit faengt dann doch der Stress an. Wenn man nicht genau weiss was links und rechts heisst wirds schonmal enger, wenn man nicht mitbekommt was der da anzaehlt und worauf man achten muss gibts schonmal offene Wunden, Knochenbrueche und Traumata. Naja geht immer noch, denn schliesslich bin ich “stabiler” gebaut (andere nennen es fetter) als die chinesischen Kollegen und Kolleginnen, vor allem letztere. So dass sich die Verluste auf meiner Seite in Grenzen halten.
Was aber gar nicht geht ist dieses Schulmaedchen-Gekichere bei der ganzen Sache - da fuehlt man sich zurueck versetzt in Zeiten mit Zahnspange und Pickeln. Die erste Doppelstunde jedefalls bestand aus 30 Minuten Drumrumgeschwaetz und Laberei (chinesisch ist klar), 40% Rumgekicher, 30% Gejammer & Gemecker und geschaetzten 93% Schmerz.
Trotzdem bin ich echt erstaunt, dass man einen Haufen untalentierter, unmotivierter und unmusikalischer Menschen (mich natuerlich eingeschlossen) dann doch noch zu sowas wie rhytmischen Bewegungen bekommt. Sol laber nicht heissen, dass wir uns nicht trotzdem zum Affen machen - was ein Spass!
Auf zur naechsten Stunde!
P.S. Personal Protection Equipment (PPE) wie antistatische Sicherheitsschuhe mit Stahlkappen wurden mir untersagt =o/ - wenns also Flammen schlaegt isses nich meine Schuld
Frohe Ostern
Ich muss mich erstmal entschuldigen, das sihc in letzter Zeti nicht so viel blogge, aber im Moment gibts leider nicht viel zu berichten. Shanghai Daily live ist zwar aufregend, aber entweder nicht bloggenswert oder doch zu privat ;o).
Nichtsdestotrotz dass man hier gar kein Ostern feiert sag ich mal
Frohe Ostern allerseits
Heute morgen war ich mit Udo’s (Kollege) Familie schön brunchen - fühle mich dementsprechend auch wieder spack … hier wird man die Pfunde aber auch nicht los! Naja man muss halt auch mal leiden ;oP
Noch eine kleine Anekdote am Rande: Ich hatte ja mal berichtet was ein ABC ist - ein American born Chinese. Das ist sowas wie die bessere Klasse. Jetzt gibts aber auch Taiwanesische Chinesen, oder europäische oder allgemeiner ausländische Chinesen. Die werden alle unter dem Begriff “Banana-Chinese” zusammengefasst - aussen gelb, aber innen weiss!
Auch wenn sie innen weiss sind, sollte man besser die Finger von denen lassen. 1. sind sie meist viel reicher und haben einen entsprechenden Lebensstandard und 2. halten sie sich in der Regel für Übermenschen und behandeln den Rest der Welt auch so.
Aber sie sind auch recht leicht auszumachen: Wenn ein Chinese sehr gut Englisch kann ist er meist Banana ;o)


