Big in ShangHai

Bob on Tour im wilden Osten

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Küche

Da es sonst zu weit verstreut ist in all den Posts hier mal eine unsortierte Zusammenfassung der kulinarischen Highlights so far :

Nudeln:

d74e9031d4Gezogene Nudeln (keine Glasnudeln) sind eine Spezialität aus dem Südwesten Chinas und werden in der Regel mit vernünftigen Schuss Knoblauch serviert (Mischungsverhältnis gerne mal 1:1). Es gibt sie nahezu in allen erdenklichen Kombinationen, Grössen, Längen, Formen etc. Bevorzugt werden sie in Suppe … pardon in brüheartigem, geschmacklosem heissen Wasser serviert. “Bu yao tang” ist hier das Stichwort - dann gibts das nämlich auch ohne den unnötigen Ballast. In jedem Fall empfehlenswert - auch für den schwachen Magen.

Schnecken:

Sind hier grösser als in der Heimat. Zum Rauspopeln ausm Gehäuse kriegt man hier kein spezielles Werkzeug geliefert, sondern einen Handschuh. Für mich als alter Franzose war das natürlich kein Problem, allerdings zuzzeln die Chinesen das Vieh noch erst auseinander und essen nur einen Teil der Innereien oder so - mir war das zu aktig - im Ganzen gehts auch. Die Chinesen fanden das sehr lustig, mir wars wurschd. Die Kräuterbuttervariante würd ich aber immer vorziehen.

Ochsenfrosch:

ochsenfrosch6_240Gibts eigentlich relativ haeufig. Wird gerne in gehackter Form, aber noch mit Knochen geliefert. Man hat dadurch mal so richtig Arbeit die Knochensplitter und Stückelchen rauszuzuzzeln. Aber dafür hat man dann umso mehr Spass beim Raten von welcher Stelle des Körpers der letzte Happen nun herkam. Schmecken tuts ein bisschen wie Hühnchen - nicht besonders aufregend. Auch hier sind die Fanzosen wieder Klassen besser.

Tee:

mob378_1179856441Das Land ist ja bekannt für guten Tee und ich dafür das Zeug zu hassen. Der Chinese schmeisst im Prinzip alles was er an Flora findet und nicht schnell genug wegwachsen kann in heisses Wasser und nennt das Tee - gern auch mit Beeren, Zweigen und Gedöhns. Der wird dann in jeder beliebigen Form, zu jeder beliebigen Tageszeit und zu jedem Essen getrunken (Fritten und Tee - schon gesehen). Gerne wird dann behauptet, dass der Tee gut für die Haarwurzel, die Wangenknochen oder das Weiss in den Augen ist (das ist KEIN Witz). Wie im Übrigen alles was man an chinesischem Nahrungsmittel einwirft immer was Gutes hat, während alles Westliche als todbringendes Fastfood verachtet wird (was aber keinen abhält es dennoch zu essen).

Grünzeugs:

Es gibt zu vieles Gemüse, das unidentifizierbar auf dem Teller landet (und  sowas gibts bei uns auch nicht). Man kann aber in der Regel sagen je grüner das Zeug ist, umso besser schmeckts. Meist ist das alles andere als gesund, weils vor Öl nur so trieft. Der Chinese behauptet gern, dass das Öl ja nur aussen ist und das es daher nicht ungesund ist - meine Waage behauptet das Gegenteil. Aber 90% von dem Grünzeug ist wirklich super lecker.

Hot Pot:

hotpot-751085aÄhnlich wie Fondue nur mit heissem Wasser (es könnte fast Tee sein). Man schmeisst kleingeschnitztes Tier und Pflanzenzeug rein, watet ein bisschen und versucht das was man da rein geschmissen hat wieder rauszukriegen. Oftmals ist das Wasser milchig, so dass im Prinzip blind gefischt wird und man nich mehr das bekommt was man rein geschmissen hat, aber das ist ok. Schmecken tuts natürlich auch.

Fisch:

Wird in aller regel mit Kopf an den Tisch serviert. Gerne darf man vorher auch noch mal in die Plastiktüte mit dem lebenden Fisch einen Blick werfen, ob der so genehm ist frei dem Motto: “Den will ich nicht - der wehrt sich nicht heftig genug”. Chinesen stehen glaub ich mehr au Süsswasserfisch, ich schmeck da keinen Unterschied. Generell kriegt man hier vieles und bei Fisch alles immer mit Knochen - also ist Fisch immer Schwerstarbeit.

Dumplings:

cmdumplings_article_narrowweb__300x4290So eine Art Maultaschen. Meist gedünstet, gerne auch gebraten mit nahezu allen möglichen Füllungen. Die Shanghaianer lieben sie - ich glaub ih bin schon Shanghaianer. Ach ja billig sind sie auch noch und man kriegt sie an jeder Ecke, aber je nach Region vielleicht nichts für den sensibelsten Magen

Bauze:

Eine Art Teigtasche mit Füllung ähnlich den Dumplings. Werden gerne beide zusammen angeboten. Die Sortenvielfalt ist unermesslich, was einen im Inneren erwartet ist meist eine (angenehme) Überraschung

Ente:

beijing-roast-duckBeijingente schmeckt ganz gut, i.d.R. ist auch da der Kopf noch dran, sozusagen als Gütesiegel, dass es wirklich ne Ente ist. Ich erspare mir dazu jeden weiteren Kommentar. Die Haut (mit dem Fett darunter) wird ganz gern so gegessen - in Zucker gedippt. Nicht gerade mein Favorite, weil es… nunja… nach süssem Fett schmeckt, aber gut. Das Fleisch dagegen war sehr saftig und zart (ich glaub das ist icht schwer bei Ente) und geniessbar.

Entenzunge und andere Teile:

entenzunge_chinaEnte wird gerne komplett verarbeitet. So gibt es oftmals nur die Entenzunge als Speise. Schmecken tut sie wie sie klingt: klein, kalt und knorpelig. Ich hab ja nichts gegen ne gute Zungenwurst, aber wenn man noch sieht dass es Zunge ist ist es nicht unbedingt mein Favorite. Auch andere Teile der Ente landen gerne auf dem Teller, die alle aufzuzählen bedarf eines Anatomiestudiums und bisher hab ich nur Entendarm probiert. Dachte zuerst es wär irgendein Gemüse, schmeckt irgendwie nicht so besonders, ist aber auch nicht wirklich eklig. Schlimmer ist da glaub ich Entenkopf - hab ich aber nicht probiert - werd ich auch nicht, da ist meine Schmerzgrenze zu hoch für.

To be continued….