Big in ShangHai

Bob on Tour im wilden Osten

Flower

Down Under

image-20080327-75udb0ylmngky4xlzzj9_t_h480Gestern hatte ich überlegt wo ich mein klägliches Abendbrot zu mir nehmen könnte. Irgendwie hatte ich keine Lust auf Altbekanntes und dennoch wollt ich irgendwas “Westliches”.

Gelandet bin ich durch viel Zufall im Kakadu - ein Australese.

Sehr nette Atmosphäre und Kulisse. Leider haben die Kellner gar nichts auf die Reihe bekommen=o( - naja man muss auch dabei manchmal flexibel sein. Wie dem auch sei - erstmal was Hochprozentiges bestellt, schliesslich war Wochenendanfang. Wer schon mit mir um die Häuser Shanghai’s gezogen ist weiss, dass ich Etablissements immer am servierten Caipirinha messe. Der wurde mir im Kakadu mit Zitronen (!) serviert.

Grosses Buh!

Naja, flexibel bleiben dacht ich mir und in die Karte geschaut….

Appetizer: Krokodils-Springrolls - klingt doch mal gut!

Hauptgericht: Wo sind die Känguruhs? Keine da! Was ist das denn?!? Grosses Buh! Naja dann nehm ich so nen halben Grill-Emu - gedacht, getan!

Und dazu nochn schönes Crown Beer (Two Dogs hatten sie auch nicht =o( )

Die Springrolls kamen erst gar nicht - statt dessen kam direkt das Hühnchen (flexibel bleiben!).

Aber was für eins!

Seltenst so gutes Fleisch gegessen. Die Muskelfaser war punktgenau gebraten, in einem Speckmäntelchen, innen saftig, aber nicht blutig aussen perfekt gebräunt. Sofort war alles andere vergessen! Dieses Fleisch … noahahaaaaa!

Für Insider: Das Fleisch war besser als im Kagen, im Latina oder im Angus. Das mag am Tier liegen - die servieren ja alle Vierbeiner mit Horn, soll mir aber egal sein .

Das Kakadu ist in jedem Fall ein neues absolutes Muss, wenn man hierherkommt - auch wenns nicht chinesisch ist.

Danach wollten wir in die Constellation No.2 - eine wunderschöne Bar im britischen (nicht englischem!) Stil. Allerdings war die ziemlich voll und wenn man die Schlüssel seines Bentleys oder Aston nirgends ablegen kann fühlt man sich da etwas unwohl - ein winziges bisschen Upper-Class.

Und so sind wir weitergezogen ins No. 88 (dieses Ding mit der grossen Treppe). Ein riesiger Club, aber ohne Tanzfläche (ich versteh die Chinesen in der Beziehung nicht). Trotzdem wars wirklich sehr nett da drin. Sehr chinesisch, sehr wenig Langnasen, gute Musik sogar stückweit live und rappelvoll. Also genau das richtige um den Emu wieder von den Hüften zu zappeln (will ich das überhaupt? ne eigentlich sollen seine Brüder und Schwestern da auch noch hin!)

Alles in allem ein sehr gelungener Abend. Nochmal einen Dank an den Belgier, der mich tapfer begleitet hat!

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