Archive for Februar, 2009
Hinter den Kulissen
Auf besonderen Wunsch eines Einzelnen hier ein kurzer Bericht ueber die Software auf der die Seite fusst - WordPress.
Es gibt schon ne Menge Berichte darueber, z.B. kuerzlich erst in der CT, aber im Grunde kann man sich auch alles sehr leicht im Internet anlesen. WordPress ist im Prinzip eine Sammlung von PHP-Seiten, die man auf einen entsprechenden Server hochlaedt. Anpassen muss man im Prinzip nur eine Config-Datei und dann braucht man nie wieder was am ‘Quellcode’ aendern. Desweiteren braucht man eine Datenbank, bzw. Die Login-Infos dahin. WordPress legt seine Tabellen darin mit einem beliebigen Prefix an, so dass man auch locker mehrere Instanzen in einer DB fahren kann. Anschliessend ruft man eine Installations-URL auf und ist bereit zum Bloggen. Viele Hoster bieten WordPress schon vorinstalliert an, allerdings sollten diejenigen die den geringen Installationsaufwand scheuen oder von der Technik zu wenig Ahnung haben die Finger besser ganz von lassen und Blogsysteme wie Blogger nutzen.
Belohnt wird man nach nem Vormittag Einarbeitung und Installation mit einer leeren Blog, der einem sehr vertraut vorkommt. Diesen kann man jetzt auf verschiedenste Art und Weise individualisieren. Es gibt eine gigantische Auswahl an Themes, die sie untergliedern lassen nach Spaltenanzahl. Hat man den passenden gefunden muss man das Arcjiv nur zur eigenen WordPress-Instanz hochladen und aktivieren. Schon hat man ein anderes Look & Feel. Noch die Grafiken dem eigenen Geschmack anpassen, fertig. Dann gehts zum Inhalt. Eine nicht minder kleine Sammlung an sogenannten Widgets wertet die Seitenspalten auf. Besonders beliebt ist natuerlich die Verbindung mit anderen Webdiensten oder Statistiken ueber die eigene Website (wie bei mir).
Neben den Widgets gibts auch noch Plugins, die tiefer in den Eingeweiden von WordPress haengen und die Inhalte auch auf den Hauptseiten manipulieren koennen. Dabei ist die Auswahl auch hier nahezu grenzenlos.
Die Hauptseiten unterteilen sich in Artikelseiten, auf denen der eigentliche Blog beheimatet ist und statische Seiten, auf denen Zusatzinfos hinterlegt werden koennen, z.B. die Seiten Zeit und Raum.

Wenn man den Blog fertig angepasst hat sollte man seine Benutzer anlegen und kann dann im Grunde anfangen zu bloggen. Das Admin-Panel ist sehr gut strukturiert und die Erstellung von Blogs ueber das Webfrontend faellt leicht und bequem aus. Besonderheiten wie Veroeffentlichung von Code hab ich noch nicht ausprobiert, aber die grosse Community bietet auch hierfuer zahlreiche Helferlein. Auch ziemlich gut ist, dass man Artikel vorbereiten und zu einem bestimmten Zeitpunkt automatisch veröffentlichen kann.
Probleme hatte ich im Prinzip nur 2, die beide nichts direkt mit WordPress zu tun haben. Einmal ist meine Website aus China oft nicht schnell oder gar tagelang ueberhaupt nicht zu erreichen. Das macht die Arbeit manchmal zum Geduldsspiel. Abhilfe schaffen dafuer viele kostenlose Desktop-Blogger, die die Artikel dann einmalig hochladen - inklusive der enthaltenen Bilder, die glaube ich in der DB gespeichert werden. Ist sie Adresse gar nicht zu erreichen hat man natuerlich leider Pech gehabt.
Das 2. Problem ergab sich aus dem Ersten. Da die Website von hier aus nicht die schnellste ist wollte ich die groessten Inhalte - Bilder - woanders hosten und diese dann einbinden. Dazu gibts ja mittlerweile mehr als genug. Von Flickr ueber Panoramia, Picasa oder Facebook (um nur einige zu nennen) bieten sie alle das Veroeffentlichen von Bildern und das Einbinden in Webseiten inklusive diverser Zusatzfunktionen an. Wer die Wahl hat hat die Qual und so galt es das Beste Plugin in Verbindung mit dem besten Webdienst un dem besten dazugwhoerigen Uploadprogramm zu waehlen. Ich hab mich fuer Picasa entschieden, weil dahinter ein maechtiges Programm steht, um Webalben anzulegen. Die oeffentliche Picasa-Fotoalben muessen zwar nach jedem Upload einmal in WordPress aktualisiert werden (das Plugin heisst Shashin), aber das ist recht schnell erledigt.
Fazit: WordPress ist fier kleine und mittlere Projekte auch schnell von Laien zu administrieren und macht viel Spass. Es gibt eine Vielzahl von Programmen, Themes und Plugins, die einem das Lwben erleichtern und WordPress an die eigenen Beduerfnisse anpassen laesst. So habe z.B. diesen Artikel auf dem iPod auf der Fahrt geschrieben und anschluessend hochgeladen. Die automatischen Updates funktionieren auch einwandfrei, was ich jetzt noch einrichten muss ist ein vernuenftiges Backup, denn wenn einem mal ein Plugin etwas verhagelt (bspw. in einer Installation) kanns schonmal eng werden. Was ich noch gut faend waer die Synchronisation zweier Instanzen (Test und Produktiv) um groessere Aenderungen auszuprobieren, weiss allerdings nicht ob sich das einrichten laesst.
Uebersetzer gesucht
Ich glaub mein Fahrer hat sich irgendwo aufm Fake-Markt nen elektronischen Uebersetzer gekauft. Das Ding wurde glaube auch verwendet, um die chinesischen Gebrauchsanleitungen zu schreiben - jetzt spricht er noch viel wirrer als zuvor! Hilfe!
Bitte einmal freimachen
So hat alles einwandfrei geklappt. Naechster Termin: im Mai. Aber das Hospital fuehlt sich eher an wie ein hotelartiges Expatnest. Mehr Deutsche unterwegs als Locals. Dafuer sind die Preise aber auch fuer hiesige Verhaeltnisse gesalzen: 650 RMB! Und jetzt darf ich heut abend nicht mal was trinken.
Apropros: ein Standardvorurteil ist ganz klar “Deutsche leben nur von Bier”. Bevor man denen erklaert, dass so en Likoerchjen auch feine Sache ist belaesst mans lieber dabei und erinnert sich ans gute Oettinger, das zu Haus auf einen wartet. Ach nee ich darf ja heute nicht…
PS: Wir sind wieder auf dem Weg nach Hause - ratet mal wo! Rieschdisch! Im Stau! Wie das nervt!
Herr Doktor
So bin gerade aufm Weg ins Hospital mir meine Impfung abholen. Dann hab ich wieder fuer die naechsten Tage ne Ausrede keinen Sport zu machen ;o). Mein Fahrer war mal wieder zu spaet, aber ich frag schon gar nicht mehr nach dem Grund, das is eh wieder nur ne faule Ausrede. Ich fang glaub ich besser an ihn immer ne halbe Stunde frueher zu rufen.
1. Klasse 1. Stunde
So, eben hatte ich meine 1. Unterrichtseinheit Chinesisch zusammen mit Martin (Department Head der mit mir im Januar angefangen hat).
Man kommt sich aweng doof vor, weil die erste Stunden aus Konsonanten, Vokalen und 14 verschiedenen Sch-Lauten besteht (j, q, c, sh, s, sch, x, zh, z, etc etc). Und das auch noch mit 4 Arten der Betonung. Die deutsche Sprache ist von der Aussprache dagegen wie ein Klavier mit 5 Tasten. Hoechstens! Wie dem auch sei es war ganz ok, jetzt heissts unter der Woche ueben, damit man sich naechste Woche nicht blamiert.
Mit Martin geh ich heut abend daraufhin erstma einen zischen!
Cheap Hollywood
Da ich heute nach der Arbeit nichts anderes zu tun hatte hab ich meinem Fahrer gesagt “You know DVD store? English DVD? Before home, DVD store” (anders gehen Unterhaltungen nich) und so kam ich in den Genuss 4 DVD / BlueRays zu erstehen

Man sieht zwar das BlueRay Logo, aber das ist hier soviel Wert wie der Wetterbericht (dazu muss ich auch ma nen Beitrag schreiben). Die DVDs sind sogar nicht Gebrannt sondern echt Gepresste und die Qualität - sofern ich die jetzt schon ermessen kann - ist wirklich nicht schlecht. Insgesamt hab ich 20 RMB bezahlt - das sind 2,29 Euro. Also von allen Fakes sind die bis jetzt am Besten - oder sagen wir so: immerhin noch nicht auseinandergefallen.
Btw.: Nicht auf die Titel achten - es gab nix anderes, war bei dem Preis abba auch wurschd
Buddhas begrabbeln
Gestern hatten wir eine teambildende - auf neudeutsch team building - Massnahme. Waehrend man in Deutschland auf Baeume klettert oder durch den Schlamm robbt ist man hier sehr viel Spiritueller. Man setzt sich morgens in einen Bus und laesst sich 1,5 Stunden lang zum naexhsten Tempel kutschieren, wo man dann China’s groessten Bronze-Buddha begrabschen kann.
Ich war ja davon ausgegangen, dass man waehrend der langen Fahrt dahin ein bisschen uebers Geschaeft diskutiert, was ja Sinn machen wuerde. Stattdessen war allgemeines Zeitung lesen angesagt und der erste der eingeschlafen war war der Chef persoenlich.
Naja egal, schliesslich angekommen sind wir quasi einmal durch die Anlage und zurueck gelaufen, wobei der Buddhismus recht geschaeftstraechtig ist. Bevor man zur ersten Gebetsstaette kommt muss man erstmal an einigen Shops vorbei, die “Gebetsmaterial” verkaufen. Man kann ja nicht einfach so beten, sondern deckt sich zu Beginn erstmal mit kiloweise Raeucherstaebchen ein. Und das ist keine Uebertreibung - zugegeben es sind auch riesige Raeucherstaebchen. Dabei entspricht jede Sorte einem Wunsch: Vanille = Gesundheit, Honig-Kirsch = Erfolg etc und dann gibts nochh den Joker Zwiebelmett = “Alles was will”. Naja was macht man nicht alles mit, also einmal Vanille-Zwiebelmett und en Pfund Kerzen bestellt. Dazu gabs gratis ne Gebrauchsanweisung (sehr praktisch so ne Religion mit Gebrauchsanweisung) leider auf Chinesisch. Man durchlaeuft dann mehrere Gebetsplaetze auf denen man dann jeweils 2 Kerzen anzuendet und in einen Halter steckt (wenn keiner mehr frei ist reisst man einfach andere brennende Kerzen raus und schmeisst die weg) und steckt die Raeucherstaebchen in nen Asch-Eimer - am Besten vor der naechsten Stichflamme aus selbigem. Dazwischen gibts diverse Tempel, Springbrunnen und Wand-Dekorationen, die alle moeglichen Goetter bis hin zu denen fuer Dreck, Grind, Schmand und Gedoehns darstellen. Naja zugegeben beeinduckender Abschluss bildet der riesige Bronze-Buddha, dessen Riesenzehen man dann anfassen muss damit die Wuensche war werden. Auf dem Rueckweg gings dann noch durch ein Museum, durch das wir durchgehastet sind und einen Tempelshop, in dem wir mind. soviel Zeit wie zum Beten verbracht hamm. Mein persoenliches Highlight war das Essen. Man muss ja hier was offener sein, aber die Ankuendigung, dass es vegetarisch sei war schon sehr grenzwertig. Verzweifelt hab ich versucht zu erklaeren “Meat is my vegetable”. Nutzte nix. Aber was die Chinesen dann aufgetischt haben war wirklich super. Ich hab weder Fleisch vermisst, noch hat sich mein Magen beschwert und das Tofu was man hier bekommt ist wirklich verdammt gut. So koennte selbst ich Vegetarier werden und da einiges frittiert war, war es auch gottseidank… sorry buddhaseidank nicht zu gesund.
Dann gings auch schon wieder zurueck, im Endeffekt also auch nich teambildender als ein normaler Arbeitstag, da auf der Rueckfahrt aufgrund der vielen frischen Luft und des vollen Magens hauptsaechlich geschlafen wurde.
Nichtsdestotrotz ein schoener Tag, weil man mal ein bissl rauskam und was anderes gesehen hat, auch wenn die gesamte Anlage sehr kuenstlich wirkte (ist auch erst ein paar Jahre zuvor erbaut worden). Bildwr findet der geneigte Leser wie immer in der Gallerie.
Den Staat schroepfen
Diesmal ein Aufruf in eigener Sache. Hintergrund ist folgender:
In Leverkusen hab ich einmal im Jahr freundlicherweise eine Software zur Steuererklaerung gesponsort bekommen. Das geht jetzt nicht mehr so leicht, da die Spritkosten jeden Ertrag zu Nichte machen wuerden. Ich suche jetzt also nach einer Software, die
a.) gut
b.) preiswert
und c.) downloadable ist.
Ein unversichertes Paeckchen kostet naemlich auch eben mal so 40€ und dafuer bin ich viel zu geizig, geschweige denn die Zeit, die es braeuchte. Hat jemand ne Idee, kann wer was empfehlen?
Die CT hatte zwar vor Kurzem auch nen Bericht ueber Webseiten zur Steuerklaerung, aber soweit geht mein Vertrauen nun doch nicht.
Blog Sharing
Es betrifft hoechstwahrscheinlich nur einen, dennoch: ich werde in Zukunft oefters Blogs sharen, die mich interessieren und in der Seitenleiste hier auf der Website auftauchen - leider ohne Kommentar, aber trotzdem sehr praktisch.
Fluessige Heimat
Ja das gute Oettinger gibts hier auch - auch in der traditionellen Verpackung:

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