Im Osten nichts Neues
Hier gibts im Moment wenig Neues.
Auf Arbeit ist viel zu tun, im Moment gibts mehr HipHop Partys als normale, auf Elektronik-Investitionen hab ich nach meinem Verlust auch keine Lust und am Wochenende kann man eh nicht Shoppen gehn, weil SHA völlig überfüllt ist.
Hm also was tun? Richtig Trips in den Westen planen!
Nach nun mehr als 1 Jahr muss ich doch noch ma zurück nach Deutschland, um nicht ganz meine Kultur und meine Manieren zu verlieren. Also fällt ein kritischer Blick in den Kalender und auf anstehende, wichtige Termine und davon gibts 3 (geordnet nach Priorität):
1. Unighted am 03. Juli
2. Garraud in Tunis am 08. Juli (der ist nicht bei der Unighted dabei)
3. mein Geburtstag am 07.
Angedacht sind 2 Wochen, was schon relativ knapp ist, wenn man alle Bekannte und Verwandte sehen will. Die verteilen sich nämlich von Hamburg bis Rosenheim. Das endet dann nachher wohl eher in Stress als in Urlaub, also ist die Idee folgende:
Abflug in SHA am 28. Juno ins Saarland. Dann hab ich ungefähr ne Woche für die Familie und all die daheim stationierten. Ausserdem könnt ich bei der Gelegenheit gleich meinen Zahnarzt ne Inspektion machen lassen.
Sa gehts dann mit dem Schnellzug von SB nach Paris, dort wird dann ordentlich auf der Unighted gerokkt. Danach wie gehabt zurück. Montags in den Jet nach Tunesien und dort dann die Korken knallen lassen (07.) und mit Joachim Garraud rokken (08.) - mit Strand, Sonne und allem was dazugehört - also echter Urlaub.
Jeder der nicht im Saarland wohnt und mich trotzdem sehen will, der hätte Gelegenheit da unten das ein oder andere kühle Bierchen mit mir zu zischen, ich hab nicht den Stress durch Deutschland zu bummeln (ohne Auto) und dazu sogar nochn bissl Urlaub.
Von dort aus ginge dann wieder in den fernen Osten.
Ist natürlich erstma nur ne Idee, weiss ja noch gar nicht wie die Planung hier vor Ort aussieht, aber das wäre in nem guten Monat schon konkretisierbar.
Wer wäre denn in Paris dabei? Und wer würde sich nach Tunis runterbewegen?
Volle Kraft voraus!
Das hatte ich ganz vergessen zu bloggen:
Mein Fahrer hatte gekündigt. Den echten Grund weiss ich nicht, angeblich will er selbst ein Geschäft aufziehen und so mehr Geld verdienen (was ich durchaus nachvollziehen kann). Und dafür wünsch ich ihm natürlich viel Glück!
Mi hatte er mich über die Assistentin meines Chefs informieren lassen (weil er selbst ja kein Englisch konnte), Do flog ich nach Singapur, So kam ich wieder und Di hatte ich das Interview mit meinem neuen Fahrer. Ein etwas skurriles Interview, da ich eigentlich keine Ansprüche stell und nur sicherstellen wollte, dass er Englisch kann, was auf den folgenden Dialog hinlief:
“Hi I am Alexander, you can call me Alex. Can you speak english?”
“Yes”
“Ok thanks, thats all”
Naja fast. In jedem Fall versteht er mich und das ist wichtig. Ausserdem hat er nicht diese Schuckelfahren am Leib und selbst das Hupen hält sich dezent in Grenzen. Also alles in allem ein recht angenehmes Fahren. Auf der anderen Seite brauch ich jetzt wieder 15 Minuten länger zur Arbeit, was ich aber ganz gern in Kauf nehm. Also volle Kraft voraus!
Magisches Mäusken
Aus Singapur hab ich mir folgendes kleines Spielzeug mitgebracht:
die neue Magic Mouse. Eigentlich wollt ich sie mir ja schon hier in Shanghai holen, aber bei neuer Technik hinkt China immer etwas hinterher (weiss nicht genau warum - denn das meiste wird ja hier auch gebaut). Und ich muss sagen sie is richtig cool. Nicht nur edel im Design, sondern auch in der Funktion. Am Mac konnte man ja schon mit der alten Maus in 2D scrollen (d.h. auf und ab sowie links und rechts) was ich unter Windows immer vermisst habe. Aber ohne Scrollrad (das verdrecken kann oder ungenau arbeitet) machts gleich nochmal soviel Spass. Dazu kommen noch insgesamt 48 mögliche Gesten (mit einem kleinen Zusatzprogramm), die man belegen kann. Also hat man an der Maus das geniale Touchpad, das man vom MacBook kennt.
Ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster und behaupte, dass auch bald andere Hersteller nachziehen und wir in Zukunft sehr viel mehr mit Touchoberflächen zu tun haben werden - unter anderem auch an Mäusen. Es macht einfach Sinn
Disney Land
… nur ohne das ganze Viehzeugs.
Das ist der erste Eindruck von Singapore. Und der 2. und der 3. Ich sag ja immer Shanghai ist nicht China und Westler mögen mir zustimmen (Chinesen steinigen mich dafür) und Shanghai ist schon einigermassen sauber im Vergleich zu China. Wenn man aber nach Singapur kommt glaubt man die ganze Insel wäre ein Reinraum - ein Traumziel für Mr. Monk. Ich glaub die putzen sogar einmal im Monat die Bäume.
Man merkt sofort wieder die englische Kolonialherrschaft, einmal durch die Architektur, 2. durch die durchgehend logische Beschilderung, 3. legen die Menschen wert auf ihre Autos und Motorräder (und da sieht man schon ganz nette) und natürlich am ehesten am Linksverkehr.
Das Zentrum der Stadt ist natuerlich winzig, wobei Zentrum in dem Sinne nicht ganz stimmt, denn es gibt eigentlich mind. 3 - einmal das “Normale”, dann Chinatown und Little India. Und das ist echt richtig cool. Ich dachte ja immer diese Ghetto-Bildung kann irgendwie nicht so dolle sein, aber dadurch besucht man im Prinzip 3 verschiedene Kulturen in einer Stadt und hat viel mehr Auswahlmöglichkeit an authentischen Restaurants, Bars, Cafes, Geschäften. Das ist schon sehr attaktiv. Allerdings hat die Stadt architektonisch keine gigantischen Highlights zu bieten … abgesehen von diesem 3teiligen Gebäude:
Bisher hab ich ja gesagt wer nach China will sollte erstmal Hong Kong besuchen, damit der Kulturschock nicht allzugross wird. Dasselbe gilt für Singapur: Wer Asien sehen will kann erstmal nach Singapur fahren, um “reinzuschnuppern”.
Ich muss allerdings zugeben, dass ich nicht allzuviel tagsüber von der Stadt gesehen hab. Die kurze Zeit die ich da war hab ich das Nachtleben genossen, das ganz klassischer gehobener westlicher Standard ist. Leider ist der Alkohol da richtig teuer, da es eine Sin-Steuer gibt - ich weiss allerdings immer noch nicht ob Sin eine Abkürzung ist (SIN = Singapur) oder nicht (Sin = englisch: Sünde). Ht mich aber nicht davon abgehalten sehr spät ins Bett zu fallen und entsprechend spät wieder aus den Federn zu kommen. Machte aber auch nichts weil die Stadt - mal wieder - aus flüssiger Lava gebaut wurde - oder zumindest auf. Jedenfalls war es mal wieder brüllend heiss, ich weiss nicht womit ich das verdient hab. Beim 5l-Marathonschwitzen haett ich auf jeden Fall olympisches Gold bekommen. Ich weiss nicht was das ist - die nächsten Ziele gehen auf jeden Fall nach Norden (vielleicht Beijing oder Seoul) das hält ja sont kein Mensch aus.
Vor den Toren Singapurs gibt’s auch einen “Spielplatz” für die Stadt - ähnlich wie in Hong Kong - mit Theme Parks, Strand, Dschungel, Resorts und allem womit an seine Freizeit verplempern kann.
Dort hab ich mich dann auch während der Nachmittagshitze in das Aquarium verzogen - mit Streichelzoo.
Das ist mal richtig cool! Da kann man Rochen, kleine Haie streicheln und andere Fische streicheln. Sollte man aber nicht verwechseln mit dem Fütterbecken (kein Witz!) das ist auch oben offen und da kann man kleine Häppchen rein werfen, sollte aber NICHT die Hand reinhalten. Was mich stutzig gemacht hatte war, dass in beiden Becken die Haie für mich als Laien gleich aussahen … hmm nicht drüber nachdenken! Hab auf jeden Fall die wichtigsten Finger noch beisammen (nicht so wie mancher Wintersportler).
Den letzen Abend hab ich dann im berühmten Zouk-Club verbracht - zusammen mit Herrn Sied van Riel. War mal wieder ne richtig gute PArty - nur dass gegen 4 die schotten dicht gemacht wurden und mal wieder der Alkohol schweineteuer war.
Alles in allem eine sehenswerte Stadt, aber in der Kürze der Zeit war es schwer den Vibe mitzubekommen und irgendwie war sie mir trotz Little India und Chinatown nicht exotisch genug. Ist halt alles schon sehr international. Hong Kong gefiel mir da besser - das war schon en Stück mehr Asien.
Trotzdem könnt ich mir gut vorstellen, da so 5 bis 10 Jahre zu arbeiten ;o) Vietnam, Malaysien, Thailand, Bali & Co direkt vor der Tür - das hat schon was!
Da ist die Zukunft
Vor kurzem hatte ich gefragt, wo denn die Zukunft bliebe. Da gings um Autos.
Jetzt bin ich in Pudong am Flughafen (Terminal 1 - irgendwie scary) auf dem Weg nach Singapure und hier hab ich die Zukunft gefunden! Auf der Herrentoilette des Flughafens! Denn das Toilettenpapier ist dünner als ein Nanometer. Mit spezieller Wafer- Technologie kriegen die das so dünn - wahnsinn! Ich bin fasziniert und gleichzeitig angewidert =o)
So gerade kam der Aufruf zum Boarding und alles stürmt in die Maschine, als wenns wie bei der Reise nach Jerusalem zu wenig Sitzplätze gäb - ich hab noch nie jemanden während des Fluges stehen sehn ?!?
Naja ich publizier das noch eben und dann schmeiss ich mich auch ma eben ins Getümmel. Wir sehn/hören uns aus Singapur…
Western Weeks in McChina
Mein kleiner Supermarkt direkt vor der Tür hat zugemacht. Hoffentlich nur um zu renovieren! Nichtsdestotrotz brauch ich die ein oder andere Kleinigkeit und daher hatte sich heute seit glaub einem halben Jahr mal wieder die Gelegenheit ergeben in den Carefour - auch Jia Le Fu genannt - zu gehen. Ich glaub das ist die 2. grösste Handelskette der Welt nach Walmart.
Und ausgerechnet heute waren irgendwie Sonderrabatt Wochen. Und wieder war ich voll in China! Wenn man da nicht brachial mit Wagen in die Hacken fährt kommt man da keinen Millimeter voran - aber das wirklich krasse: das wird als vollkommen normal betrachtet… einfach unverständlich.
Naja egal, jedenfall ist der Carrefour natürlich 10mal grösser als der kleine Supermarkt vor der Tür (hat ungefähr die Grösse eines Reals oder Globus) und hat demzufolge viel mehr Artikel - auch Westliche. Das hiess erstmal eindecken mit Ariel! Ganz wichtig! Und da ich vor CNY einen Hong Bao bekommen hatte - einen roten Umschlag mit einem Einkaufsgutschein über 50 Euro - hab ich auch bei den Hygieneartikeln nochmal richtig zugeschlagen. Das Problem hierbei ist nämlich das folgende: man kennt die Marken und sieht sogar ungefähr welchen Geruch beispielsweise ein Shampoo hat, aber was man einfach nicht rausbekommt als Analphet ist ob das jetzt ne Spülung ist, ein Conditioner, Bodylotion, Bodypeeling oder weiss der Himmel noch was. Es ist einfach nicht machbar. Zum Glück gibts ein Glasschränkchen mit westlichen Produkten auf denen wenigstens auf Englisch steht was drin ist. Aber wie das solche Glasschränkchen an sich haben sind die eben (verhältnismässig) teuer. Naja hab trotzdem zugeschlagen - will ja gut aussehn für Singapore ;o).
Und weiter gings: zum Essen. Noah! Noahahahhaaaaa!!!! Am Käse vorbei (da war leider kein guter) - wenn ich wieder in Deutschland bin ernähr ich mich nur noch von Käse auf Brot!!! Weiter an der Wurst vorbei. Egal wie die aussieht in China gilt: NICHT KAUFEN! Nicht weil sie schlecht ist, sondern weil sie IMMER fürchterlich schmeckt. Aber allein der Anblick! Wenn ich wieder in Deutschland bin ess ich nur noch Käse und Wurst auf Brot. Weiter gings am Joghurt vorbei. Wenn ich in Deutschland bin ess ich nur noch Käse und Wurst und Joghurt auf Brot. Der Hunger wurde grösser und grösser und die Hände haben instinktiv angefangen zu schaufeln. Aber ich hatte mich noch erstaunlich gut im Griff und bin tatsächlich völlig fehlerfrei an den Süssigkeiten vorbeigekommen. Lag aber auch daran, dass ich bei dem Gedrängel keine Lust mehr hatte. Und kaum war man an der Kasse vorbei und hat gedacht man hätte es geschafft schlagen sie mit ihrer brutalsten Waffe zu … einer der wenigen Subway-Stores. Falle erkannt und doch reingetappt. Sekunden später fand ich mich am Tresen wieder einen grossen BMT mit extra Käse und extra Bacon bestellen (völlig bescheuert). Bestellt, gekauft und gegessen! Aber es war einfach soooo köstlich!
Jetzt mach ich mich gleich ma ans auspacken, vielleicht ist ja doch noch ein kleiner Schokoriegel im Kaufrausch mit in die Taschen gerutscht. Tut auf jeden Fall ab und zu ma ganz gut Westware zu sehen - das Kaufhaus des Westens, ich komm mir vor wie ein Ossi.
Hell breaks lose
Wenn die Hölle losbricht!
Ein netter Kollege hat diese Videos während CNY gemacht. Besonders beachtenswert die Autos die da rumkurven:
Feiertage-Fazit
Das grösste chinesische Fest geht für mich heute abend zu Ende - morgen ist wieder Arbeit angesagt - auf den heiligen Sonntag! Das liegt daran, dass die Chinesen ihre Wochenende zu Feiertagen verschieben, um Brückentage zu vermeiden. Über Sinn oder Unsinn lässt sich dabei vortrefflich streiten, denn abgesehen von mir (und meinem Fahrer) geht kein Mensch morgen arbeiten - naja oder zumindest viele nehmen den Tag frei.
Wie dem auch sei, eine gute Gelegenheit ein kleines Fazit zu ziehen:
Ich hatte mich entschlossen auch dieses Jahr in Shanghai zu bleiben, da Reisekosten zu der Zeit in absurde Höhen schiessen und es sowieso ein Riesenchaos ist - da will man nicht mittendrin stecken. Also bleibt man hier und feiert in der dann fast leeren Stadt (das ist allerdings relativ). Was ich nicht erwartet hatte war, dass doch noch so viele Expats/Langnasen in der Stadt geblieben sind - teilweise hat man auf der Strasse mehr Ausländer als Locals gesehen. War aber auch mal ganz angenehm. Einem (mir fällt aber nicht mehr ein wem) ist aufgefallen, dass auch die Taxis sauberer sind und besser riechen. Das stimmt sogar, aber noch wichtiger ist, dass die meisten Fahrer viel entspannter waren.
Über die Feiertage hat man ganz unterschiedliche Leute kennengelernt: Australier, Taiwanesen, Texaner und Amerikaner (ja da unterscheide ich), Franzosen, Briten, Russen, Malayen & Singapurianesen. Vom Kunstlehrer über Bänker & Finanzexperten bi zum Architekten gabs auch ein breites Spektrum an Professionen, was die Sache natürlich nochmal interessanter macht. Nur eines haben alle gemeinsam: eine sehr aufgeschlossene Haltung.
Die meisten haben schon in vielen Teilen der Welt gearbeitet - für ein Jahr oder mehr und viele haben viele Erfahrungen sammeln können (sowohl gut als auch schlecht) - da kann man nur von profitieren. Es war echt fantastisch verschiedene Meinungen zu hören, sich auszutauschen und Gemeinsamkeiten und Unterschiede festzustellen. Das ist etwas, was ich so in der Art und Intensität vorher nie erlebt hatte.
Und so ging die Woche doch sehr schnell rum mit feiern, Leute kennenlernen, brunchen, lunchen und wieder feiern. Dazu kam noch das super Wetter. War zwar durch den klaren Himmel saukalt, aber dafür hatten wir den ersten tollen Sonnenschein in diesem Jahr und klaren Himmel (und das heisst hier was)
Alles in allem sehr gelungen - und sogar recht günstig, denn i.d.R. gabs in den Clubs Open Bar für 10 bis 15 Euro. Jetzt ist aber erstmal Fasten angesagt, eine Woche schlaucht ganz schön. Eigentlich wollt ich jetzt die nächste Zeit mal etwas kürzer treten, aber Ende nächster Woche gehts nach Singapore - und ich glaub nicht, dass ich mir da di Partys entgehen lassen will.
Aber danach ist wirklich fasten angesagt!
Bestimmt! Glaub ich….
Language switch
Currently I am seriously considering to switch the language of my blog from German to English. Actually I met so many people in this vibrating city and guess how many of them are capable of reading German: tendency is less than 1%. now think about how many Germans are not able to - at least - understand English. I guess its also less than 1%.
I know my English is far away from good, but actually who cares? Its just about communication and as long as everybody understands one should not be afraid of making mistakes. Practise is the only way to perfection.
Whats your opinion? Should I switch? Would you mind?
Btw: its quite interesting to see how many people are posting in their native language in facebook. Says quite a lot - think global!
Wo bleibt die Zukunft
Da ich momentan etwas Zeit hab hab ich mich heute mal mit einer kommenden Investition beschäftigt: nämlich einem zukünftigen Auto.
Ashley hat ja auf tragische Weise nicht mehr 2010 erleben dürfen und so werd ich mich auf Dauer nach einer Alternative umsehen müssen.
Mir als Fahrzeugnarren fällt das natürlich besonders schwer - oder leicht, es kommt immer aufs Budget an.
So könnt ich mich sehr gut in so etwas wiedersehen:
Nein, natürlich nur Spass (obwohl!), naja zumindest sowas hier:
Wär schon mehr als nett oder? So’n Kleinstwagen über der 300PS Marke hat schon was. Aber eigentlich hab ich ja schon was für den Spass und das sieht so aus:
und die macht auch mal richtig Spass (oh mann wie ich das vermisse!).
Und da noch vor dem Fahrer ein Vernunftsmensch in mir steckt, dachte ich mir (und denke immer noch), dass eigentlich ein grosses Spielzeug ausreichen sollte. Also warum nicht direkt Nägel mit Köpfen machen und auf die Technik der Zukunft umsatteln: Strom.
Hier fahren schon jede Menge Elektroroller rum und ein Elektroauto wäre in heutiger Zeit nur konsequent. Die Vorteile liegen auf der Hand:
- extrem kostengünstig
- leise
- wartungsarm
Umweltfreundlichkeit lass ich an der Stelle mal weg, weil mir nicht klar ist wie so viel Batterien (die übrigens auch ab und an getauscht werden müssen) umweltschonend sein sollen. Und die Energie die in ihnen gespeichert wird fällt ja auch nicht vom Himmel, sondern wird immer noch zu grossen Teilen in Kohlekraftwerken produziert.
Aber auch die Nachteile gilt es zu bedenken:
- andere Technologie: ja stimmt, aber mit einem gut ausgebauten Stromnetz sollte der Umstieg weniger schwierig sein, wie beispielsweise auf Autogas oder Wasserstoff
- geringe Reichweite: allerdings ein Knackpunkt. Für grössere Spasstouren könnt ich aufs Motorrad umsteigen oder mir einen Mietwagen leihen (so oft käme das wohl nicht vor). Für den Alltag sollte alles unter 100km ok sein
- geringe Geschwindigkeit: naja zumindest 120 sollte ein Auto schon drauf kriegen, um nicht von LKWs bedrängelt zu werden
- Anschaffungspreis: neue Technik ist i.d.R. teuer und man kann schwerer auf einen Gebrauchtmarkt zurückgreifen - die Pille muss man schlucken
So, also nachdem ich Pro und Contra abgewogen hat stand für mich eigentlich fest, dass E-Autos durchaus eine Alternative sind. Allerdings nicht im Sinne eines Hybrids, der das Gewicht eines Tanks, einer Batterie und 2er Motoren durch die Gegend schuckelt und dabei die Verbrauchswerte auch nicht weiter senkt als moderne Spritspartechnologien (der Prius soll dieses Jahr einen reinen E-Modus bekommen mit <ironie>sagenhaften</ironie> 25km Reichweite).
Also nochmal kurz zusammengefasst: ein reines Elektrofahrzeug, 120km/h soll es schon können, eine Reichweite von sagen wir 100 - 150km wäre nett, wenn möglich unter 100.000 Euro kosten. Nein nur ein Witz - natürlich nicht viel teurer sein als ein Benziner. Das wars schon - viel mehr verlang ich gar nicht. Ach doch eins noch: er darf auf keinen Fall aussehen wie ein Fiat Multipla:
Also hab ich mich mal auf die Suche gemacht und was muss ich sagen?
Nichts!
Rein gar nichts!
Uns werden seit 2007 vollmundige Versprechen gemacht, dass in spätestens einem Jahr die ersten reinen Elektro-Autos auf die Strassen kommen. Überall liest man nur noch von Elektrotechnik*, dass man manchmal meint, Benziner wären schon ausgestorben, aber wenn man sich mal umschaut: dem kaufgeneigten Kunden wird nicht ein funzeliges Angebot eines etablierten Automobilherstellers angeboten, das oben genannte Kriterien erfüllt. Diese sind zugegeben jetzt nicht die Bottomline, aber jetzt auch nicht überzogen wie ich finde.
Natürlich gibts einen E-Smart und einen E-C1 und eine E-A-Klasse. Wahrscheinlich gibts von jedem Serienkleinfahrzeug irgendwo auf der Welt auch eine E-Variante, aber eben nur eine. Oder wenns hochkommt eine Kleinstserie von wenigen 100 Stück, die dann entweder abnorm teuer sind oder schlichtweg nicht zu haben sind.
Natürlich gibts auch den Tesla Roadster - für schlappe 100.000 und andere Superlativen sind noch teurer, aber das ist ja alles nicht massenmarkt-tauglich. RWE hat eine grosse eigene Website dem Thema Auto-Strom gewidmet, aber ich frage mich wer den tanken soll, wenns nicht ein vernünftiges Angebot gibt.
Achso ganz nebenbei auch aktuell sind die Nachrichten voll von Meldungen von Autoherstellern, die noch in diesem Jahr E-Modelle anbieten wollen: von Nissan über Mercedes und BMW. Alle reiten sie auf der Welle mit - schauen wir mal Ende des Jahres was daraus geworden ist. Ich glaub da jedenfalls nicht mehr dran und hab die Befürchtung, dass auch mein nächstes Fahrzeug wieder prähistorische Überreste vergast.
Also geht die Suche weiter nach einem Vernunftsauto, aktuell spiele ich mit dem Gedanken mir vom ADAC einfach den Katalog mit der Liste der Fahrzeugnutzungskosten zu holen, den Niedrigsten rauszupicken und zu kaufen.
Schaumama
P.S. Eine Alternative wäre ja auch das Projekt 20+: Einfach ne alte Karre auf H-Kennzeichen fürn Apple … sorry Apfel undn Ei, dafür “geringfügig” höhere Wartungskosten
*hier einige Artikel:
http://www.handelsblatt.com/technologie/technik/das-comeback-der-elektroautos;1432449;2#bgStart
http://www.handelsblatt.com/technologie/technik/autos-tanken-unterwegs-strom;2297031
http://www.auto-news.de/auto/news/anzeige_Unter-Strom-Batteriebetriebene-Autos-erleben-derzeit-eine-Renaissance_id_18839
http://www.auto-news.de/auto/news/anzeige_Unter-Strom-Batteriebetriebene-Autos-erleben-derzeit-eine-Renaissance_id_18839









